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Argonaut Porträt

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Starglider, Starfox, Croc - all diese Spiele stehen für durchdachtes Gameplay, Topseller und setzten jeweils Standards in ihren Genres. Entwickler dieser, teils wegweisenden Games, ist Argonaut Software, ein britischer Software-Entwickler. Argonaut ist mit 120 Mitarbeitern einer der größten unabhängigen Spieleentwickler. Sie entwickeln Spiele für alle Plattformen, sei es PS, PS2, DC, PC, Nintendo und auch für die Xbox.

Die 80er Jahre - Firmengründung und erste wegweisende Games
Gegründet wurde Argonaut 1984 von Jez San, damals noch Teenager. Das erste Spiel, das sie entwickelten, war Skyline Attack für das C64 (1984). 2 Jahre später kam der erste große Spieleerfolg: Starglider (1986). Starglider, ein 3D-Action-Simulator, war das erste Spiel, bei dem man behaupten konnte, man hatte ein 3D-Spiel vor der Nase. Es ging darum, arcademäßig den Feind vom Weltraum-Himmel zu holen. Mit seiner 3D-Grafik setzte Starglider Standards, die nur von seinem Nachfolger korrigiert wurden.
Mit Starglider 2 (1988) korrigierte, wie oben schon angedeutet, Argonaut den Standard für 3D-Spiele nach oben. Das Gameplay stimmte im
Großen und Ganzen mit Starglider überein, nur eben bessere Grafik.

Anfang der 90er Jahre bis 1995 - Erfolge auf dem SNES und PC-CDROM
Anfang der 90er Jahre entwickelte Argonaut den SuperFX-Chip (10 MHz) für das SNES. Mit ihm waren realistischere 3D-Welten als zuvor möglich. Grundlage ist ein RISC-Prozessor, der für die entsprechende Hardware-Power sorgte. Mehrere Spiele wurden mit Hilfe des SuperFX-Chips
realisiert, 2 davon sind besonders hervorzuheben.
1993 kam Starfox für das SNES heraus. Es nutzte konsequent den SuperFX-Chip aus, und sah dementsprechend sehr gut aus. Der SuperFX-Chip kümmerte sich dabei um die 3D-Grafiken, während sich der SNES-Grafikchip um die 2D-Bitmap-Grafik kümmerte. Es wurde eines der meistverkauftesten Spiele aller Zeiten mit 4 Millionen verkauften Einheiten. Ziel des Spieles ist es, mit eurem Raumschiff möglichst viele Ziele und Gegner zu zerstören, dabei allerdings auch elegant allen
Hindernissen ausweichen.
1 Jahr später erschien StuntRace FX (1994), ebenfalls für das SNES und den SuperFX-Chip nutzend. Während die 3D-Grafiken, wie Strecken und teilweise auch die Autos, wieder vom SuperFX-Chip generiert wurden, übernahm den 2D-Part der SNES-Grafikchip. Inhaltlich ähnelt das Spiel Mario Kart, nur das man sich außerdem auf seine Schadensanzeige konzentrieren sollte. Wenn diese nämlich voll ist, dann wird man das Rennen nie als Sieger beenden. Insgesamt also ein sehr unterhaltsames Spiel, das die 3D-Ambitionen Argonauts und dessen SuperFX-Chip sehr eindrucksvoll unterstrich.
Ebenfalls 1994 wurde Creature Shock für PC-CDROM veröffentlicht. Es nutzte den Speicherplatz der CDROM konsequent aus, indem die Spielszenen als FMV realisiert wurden. Zur Story: Man traf jeweils
Abschnittsweise auf sehr unterschiedliche Aliens, die einen individuellen Schwachpunkt an ihrem Körper hatten. Diesen musste man treffen, um das Alien zu besiegen und weiterzukommen. Auch 3D-Sequenzen waren vorhanden, in denen man jedoch nur kurz als Pilot eines Raumschiffs agieren musste. Ein sehr guter Shooter, der hinsichtlich der Grafiksequenzen ebenfalls Standards setzte.

 Autor:
David Grimm
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