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Xbox-Launch in Japan

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Japan – das Land, in dem alles möglich ist. Für westliche Kulturen ein mysteriöses, fremdes Land, für Japaner ein viel zu dicht besiedeltes, aus dem sie schnellstmöglich herauskommen wollen. Viele Firmen haben sich bereits vollkommen verschätzt, als sie ihre Produkte in Japan an den Mann/die Frau bringen wollten. Der PS2-Launch lief fantastisch ab, im dichten Gedränge vor den Geschäften gab es sogar Tote. Der GameCube-Launch dagegen lief zunächst zögerlich ab, es gab kaum Probleme, einen der begehrten Würfel zu bekommen. Wie also lief Microsofts Versuch ab, in Japan Fuß zu fassen?

Die Party macht’s!
Wie schon damals beim USA-Launch organisierte Microsoft zum Launch riesige Xbox-Parties. An dem Tag war alles im Zeichen des Grüns. Die populärsten Spiele-Geschäfte waren grün ausgeschmückt und mit dutzenden anspielbaren Xbox-Stationen ausgestattet. Dazu lief im Hintergrund stimmige Musik. Bill Gates selbst überreichte in den großen Filialen (Qfront und Laox) den ersten vier Käufern ihre Xbox und signierte sie selbst. Die Stimmung war auch für japanische Verhältnisse sehr gut und stolz präsentierten die ersten Käufer ihre Xbox den Kameras der Journalisten. Die Warteschlangen vor den Filialen waren auch sehr lang, aber bei weitem nicht so lang wie damals beim PS2-Launch. Auch die Spiele gingen dort weg wie warme Semmeln. Vor allem Sega’s „Jet Set Radio Future“ und „Dead or Alive 3“ verkauften sich en Masse.

Nur der Stärkere setzt sich durch
Wo in den großen Handelsketten Tokyos die Xbox sehr erfolgreich startete, war in den kleinen Geschäften Japans kaum ein Erfolg zu verzeichnen. Zeitweise kamen dort nur 3 Käufer pro Stunde. Aufgrund dieses schlechten Starts bestellten diese kleinen Geschäfte die nächsten Xbox-Lieferungen direkt wieder ab. Sie wollen erst abwarten, ob der große Andrang doch noch bevorsteht. Eben weil Microsoft sich kaum um die kleinen Geschäfte gekümmert hat, haben die Besitzer auch keine Lust mehr, sich auf einen möglichen Xbox-Run einzustellen. Der Erfolg blieb am ersten Tag eben nur „den Großen“ vorbehalten.

Alles wird gut (?)
So sehen wir, dass der Xbox nur einen langsamer Erfolg zuteil werden kann. Beim Start der PlayStation 2 war am ersten Tag ein riesiger Andrang, dafür blieb der Erfolg in den Tagen danach aus. Zum Start des GameCube war anfangs auch kaum Erfolg zu sehen, in den folgenden Wochen jedoch wuchs die Nachfrage durch Mundpropaganda stetig an. Microsoft muß sich also auch erst noch gedulden, bis die großen Verkäufe heranrollen. Die ersten Käufer zeigten sich durchaus zufrieden mit dem für Japans Wohnungen recht großen Kasten. Sobald sich die Qualität der Xbox weiter herumspricht, kann sie doch noch zu spätem Ruhm kommen.

In der von Videospielfans geführten Schlacht der Konsolen ist bisher noch alles offen. Wie erwartet kann man die Bilanz erst im Nachhinein ziehen. Von den 250.000 Konsolen, die für die erste Woche nach Japan ausgeliefert wurden, wird der Großteil wohl zum Ende der Woche noch übrig bleiben. Aber weil die Käufer Spaß mit ihrer Xbox haben, ist es relativ sicher, dass die Xbox (wie auch schon der GameCube) sich nachher doch noch erfolgreich schlägt.
 Autor:
Raphael Ringhandt
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