Nimmt Microsoft HD-DVD an Bord?

News vom 06-10-04
Uhrzeit: 20:01
Microsoft kann sich freuen. Schießen doch die Spekulationen um die Xbox-Nachfolgekonsole wie Pilze aus dem Boden. Form, Farbe, Name, Lineup und technische Ausstattung sind Gegenstand von Spekulation und Gerüchten, die dank ausbleibender Dementi aus Redmond fröhlich weiterkochen. Somit bleibt die "Xbox 2" - oder wie auch immer das Produkt in den Regalen heißen mag - im Gespräch und heizt Vorfreude und Erwartungen weiter an.
 
Wie jetzt bekannt wurde, arbeiten die japanischen Elekronikhersteller NEC und Toshiba intensiv an einer HD-DVD-Lösung für den neuen Spielecomputer. "Wir möchten, dass sie (Microsoft) sie benutzen", sagte Toshiba-Chef Tadashi Okamura am Rande der japanischen CREATEC-Technologiemesse.
 
Auf eine HD-DVD (High Definition Digital Versatile Disk) passen mindestens 15 Gigabyte Daten, ganz in Abhängigkeit davon, wie viele Schichten der Datenträger besitzt. Die Datentransferrate soll 9 Megabyte pro Sekunde betragen. Zurzeit wird die auf dem Blue Laser basierende Technologie noch als sehr kostenintensiv eingeschätzt, so dass noch nicht abzusehen ist, wie sie sich auf den Verkaufspreis von Microsofts nächster Konsolengeneration auswirken wird. Bekanntlich will Sony seine PlayStation 3 mit einem Laufwerk für Blu-Ray-Discs ausstatten. Diese Medien können bis zu 50 Gigabyte beherbergen. Entsprechende Video- und Audiogeräte sind in Japan bereits im Handel.
 
Microsoft wollte die aktuelle Aufregung um das Xbox-2-Medium nicht  kommentieren. Vor der E3-Messe im kommenden Mai seien zum Xbox-Nachfolger keine Detail-Informationen zu erwarten. Sollte die Kooperation aber zustande kommen, ist nicht nur ein Kampf der Konsolen, sondern auch ein verschärfter Wettbewerb der Datenträger-Technologien zu erwarten. Schließlich ist noch keine der DVD-Nachfolgerinnen als solche fest etabliert. Wobei das Hauptgeschäft in diesem Bereich auch auf absehbare Zeit noch im Video- und Musikmarkt zu machen sein dürfte. Die Konsolenwelt wäre bei dieser Auseinandersetzung allenfalls das Zünglein an der Waage. Und vielleicht gerade deshalb nicht weniger entscheidend.
 
 
Quellen: IGN, Heise, NEC

 Autor:
André Stephan 
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