Microsoft kündigt XNA Studio an

News vom 08-03-05
Uhrzeit: 10:30
Seit einigen Wochen redet Microsoft, wenn auch noch etwas verklausuliert, erstmals selbst von der "nächsten Xbox Hardware-Generation" - oder, um es einfacher zu sagen, von Xbox 2. Eigentlich ist es aber bereits über ein Jahr her, dass Microsoft erste Infos zum Xbox-Nachfolger publik machte. Unter dem Namen XNA wurde auf der letztjährigen Games Developer Conference eine Entwicklungsplattform für Xbox und "zukünftige Xbox Plattformen" angekündigt, die den Spieleentwicklern leistungsfähige Toolkits zur Verfügung stellen sollte.

 
 
Nun, circa ein Jahr später, ist es längst kein Gerücht mehr, dass bereits zahlreiche Entwicklungsstudios weltweit für die Plattform entwickeln - die Gerüchte um einen weltweiten Launch noch Ende diesen Jahres verdichten sich merklich.
Grund genug also für Microsoft, auch auf der diesjährigen GDC nochmals auf XNA hinzuweisen. Und wer könnte das besser als J Allard in seiner Keynote-Ansprache.
Unter dem Titel XNA Studio verbergen sich nicht etwa die Microsoft Game Studios sondern eine für XNA angepasste Version von Microsoft Visual Studio 2005. Mit diesem in der Entwicklerszene bekannten Tool soll die Anwendung von XNA für die Spieleentwicklung nun noch weiter vereinfacht werden. XNA bietet als Framework entwicklern die Möglichkeit, verschiedene Tools und Engines über ein vereinheitlichtes Format anzubinden. So soll nicht nur die Programmierung einfacher sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Programmierern, Designern und dem Management effizienter werden.
Sichtlich effizient ist jedenfalls schonmal das Marketing für XNA - ob sich hinter der schillernden Fassade tatsächlich der heilige Gral für Spieleentwickler verbirgt, wird sich wohl erst mit den ersten Spielen, die auf Microsofts Toolkit zurückgreifen, zeigen. Wir dürfen dann aber doch leichte Bedenken äußern, ob große Entwicklungsstudios wie Electronic Arts so eben auf ihre propietären Engines und Frameworks verzichten werden. So oder so: Die nächste Hardware-Generation macht sich bereit - die Games Developer Conference wird hier sicher noch die ein oder andere Schlagzeile produzieren. 
 
Quelle: Microsoft 

 Autor:
André Stephan 
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