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Harry Potter Quidditch WM - Leserwertungen

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Leserwertungen vorhanden: 1
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Leserwertung von Perfect007
[26-01-2005 21:25] 
Als EA zum ersten mal das Quidditch Spiel ankündigte, ging ein Raunen durch die Videospielbranche und auch die Fans von Harry Potter hatten sicherlich erst mal große Augen gemacht. Kenner von Quidditch werden wissen, wie kompliziert das Regelwerk dieses Sportes ist und vor allem auch, dass dort ziemlich viel parallel passiert! Dennoch veröffentlichte EA das Spiel passend ziemlich zeitgleich mit der Release des fünften Bandes (deutsche Ausgabe) von Harry Potter. Doch die große Frage wird immer noch bleiben: Kann man den Sport Quidditch akzeptabel auf einer Konsole umsetzen?

Was ist Quidditch

Bevor wir aber in das Spiel so richtig einsteigen, sollte man für alle Nichtmagier mal schnell definieren, was Quidditch denn überhaupt ist. Nebenbei werde ich schon mal ansprechen, was man davon wie im Spiel umgesetzt hat. Am ehesten sollte man den Sport als eine Mischung aus Fußball, Basketball und Eishockey ansehen. Wie in Fußball gilt es so genante Tore zu erzielen, wobei man hierfür einen Ball durch einen Ring werfen muss. Zudem geht es auf dem Spielfeld ziemlich hart zur Sache, kurz mal den Gegner zur Seite drängen gehört hierbei noch zu den harmlosesten Aktionen, welche der Zuschauer zu sehen bekommt. Der Sport selber wäre ja nicht ganz so unüblich, wenn man ihn nicht in luftiger Höhe ausgetragen würde. Blitzschnell sausen die Feldspieler mit ihren Besen durch die Lüfte und hantieren mit insgesamt vier Bällen!
Über dem ovalen Spielfeld, welches 160 Meter lang und 60 Meter breit ist, kämpfen jeweils sieben Spieler pro Mannschaft um den Sieg. Drei Feldspieler davon sind die Jäger. Diese kümmern sich um den größten Ball, dem Quaffel, welcher ähnlich wie beim Fußball (mit der Ausnahme, dass man ihm mit jedem Körperteil spielen darf) durch Passspiel und „Durchflüge“ zur gegnerischen Torseite gebracht werden muss. Anschließend sollten die Jäger die Kugel durch einen von drei hoch in der Luft angebrachten Ringe werfen. Glückt dies, erhält die Mannschaft dafür 10 Punkte. Eben diese drei Feldspieler wird man in dem Spiel von EA hauptsächlich übernehmen. Sprich man baut sein eigenes Spiel durch gelungene Manöver und Pässe auf und im Gegenzug versucht man den Gegner auf zu halten und ihm den Quaffel ab zu nehmen. Die Schüsse auf die Ringe wiederum gestallten sich nicht so einfach wie man denkt. Zwar bekommt man eine kleine Hilfe, da die anvisierten Ringe angezeigt werden, doch wird man nicht selten vom Hüter aufgehalten. Der Hüter ist der Wächter der Ringe, eine Art Torwart. Dieser umfliegt die drei Ringe und versucht den Gegner am Punkten zu hindern.
Während man im eigentlichen Spiel keinen Einfluss auf den Hüter nehmen kann, so hat man aber immerhin gelegentlich die Möglichkeit, die Treiber zu steuern. Von diesen Feldspielern gibt es zwei Stück pro Mannschaft wobei diese mit Baseballschlägern ausgestattet wurden. Dies ist auch bitter nötig, denn sie müssen sich mit den gefährlichen Klatscher anlegen. Diese zwei Klatscher sind sehr schnell, haben immer noch eine beachtlich Größe und sind vor allem sehr schwer. Man hat diese so verzaubert, dass sie unparteiisch die Feldspieler angreifen und hier kommen die Treiber ins Spiel. Sie müssen die eigenen Feldspieler vor den Klatschern schützen und diese mit den Schläger weg hauen. Somit können aber auch die Klatscher auf die Gegner jagen und diese dadurch aus der Bahn werfen. Eben diese Option kann der Spieler auch in EA’s Spiel ausführen. Mittels einer Spezialbewegung (dazu später mehr) kann man kurzzeitig einen Klatscher schlagen und darf diesen dann anschließend selber für eine kurze Weile lenken. Natürlich sollte man dann auch auf den Gegner los gehen, damit man diesem vom Besen hauen und den Quaffel erobern kann.
Als letztes darf man natürlich den Sucher nicht vergessen, die Position, welche von Harry Potter in seinem Haus übernommen wurde. Der Sucher hat einzig allein die Aufgabe, den kleinsten, wahlnussgroßen Ball, den golden Schnatz zu fangen. Dieser ist aber sehr flink und schier nicht sichtbar. Der Sucher hält sich aus dem Spielgeschehen eigentlich raus, nur der Schnatz sollte seine Gedanken leiten. Sichtet er diesen, muss er ihn fangen. Die Mannschaft, dessen Sucher den Schnatz gefangen hat, beendet das Spiel und bekommt zusätzlich noch 150 Punkte. Natürlich kann so eine vermeintlich zurückliegendes Team das andere wieder einholen und einen Sieg nach Hause bringen.

Auf dem Feld

Soviel zu den doch recht komplizierten Regeln und anhand der Beschreibung sieht man schon, dass man die meiste Zeit in einem Match mit den Jägern verbringen wird. Sprich ein ähnliches Spiel wie bei jeder nicht magischen Sportart kommt auf und die Torjagd beginnt. Recht gelungen ist neben dem eigentlichen Spielaufbau die Steuerung, welche den Einstieg in den Sport dankbar einfach gestaltet. Über die Flughöhe muss man sich kaum Gedanken machen, das wird von der Konsole automatisch gesteuert. Einzig allein die zweidimensionale Bewegung auf der Fläche wird durch den linken Stick erledigt. Natürlich fliegen die Spieler dennoch mal in die Höhe oder Tiefe, doch hat man selber kaum Einfluss darauf. Zum Beispiel geschieht das bei einem unsauberen Pass, welcher den Partner verfehlt und in die Tiefe geht. Durch die einfache Steuerung kommt ein recht schnelllebiges Spiel auf, schnelle Abnahmen, schnelles Zuspielen und auch darauf folgende Torszenen werden gekonnt und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit vollzogen. Es entsteht ein recht actionlastiges Spiel, dass mehr auf den Spielspaß ausgelegt wurde, als auf eine realistische Simulation. Ein Vergleich mit „Sega Soccer Slam“ ist hierbei sicherlich nicht gerade unpassend.

Denn eben wie auch „Soccer Slam“ bietet „Qidditch Weltmeisterschaft“ gewisse Aktionen, welche nur unter bestimmten Umständen möglich sind und das eigentliche Gameplay auf dem Spielfeld als Jäger ziemlich stark erweitern. Um diese Aktionen ausführen zu können, muss man aber ein passables Spiel zeigen. Nur wer viele gute Aktionen wie Kombi-Pässe oder schnelle Torszenen bringt, bekommt schnell auch die Spiezalmanöver im Spiel hinzu. Zeigt man eine gute Performance erhält man schon recht schnell die Aktion für die gelbe Taste, welche in der Offensive zu schnellem Ausweichen zum Beispiel mit einem Looping führt und in der Defensive den Spieler beschleunigt. Auch die nächste Aktion kann recht früh ausgeführt werden, mit der man dann die Treiber steuern kann. Drückt man im passenden Moment die entsprechende Taste kann man wie beschrieben die Klatscher im Spiel einsetzten. Am interessantesten sind dann die Spezialmanöver, welche man aber auch erst recht spät bekommt. Mit diesen kann man schnell und unkompliziert durch eine Tastenkombination atemberaubende Torszenen auf den TV-Schirm zaubern. So schlägt der Spieler zum Beispiel den Quaffel mit dem Besen ins Tor, macht vor dem Torwurf einen hohen Salto oder zeigt sonst spektakuläre Moves. Beim Einsatz dieser Spezialmoves wechselt das Spiel zu einem Vorgeränderten Video, welches wirklich klasse umgesetzt wurde. Andersherum kann man in der Defensive so den Ball durch eine solche Szene wieder zurück erobern. Die Animationen sind wirklich gelungen und es macht richtig Spaß, diese Attacken an zu schauen. Die Krönung des Ganzen sind natürlich Team-Specialmoves, welche aber nur selten zum Einsatz kommen, aber dafür meist durch alle drei Jäger durchgeführt werden und wirklich halsbrecherisch umgesetzt wurden. Hat man einmal eine solche Aktion eingesetzt, muss man für eben diese wieder eine Weile lang warten und gute Szenen auf dem Spielfeld zeigen, bis diese wieder aktiviert wird und vom Spieler nutzbar ist.

Ein gutes Spiel zahlt sich auch für den Sucher und dem Spielende aus. Eine Anzeige für jedes Team füllt sich bei guten Aktionen und kann auch wieder reduziert werden. Sobald sich diese so genannte Schnatz-Leisten irgendwo treffen, wechselt das Spiel zum Sucher, denn dann ist es an der Zeit, den Schnatz zu suchen. Vor dem Gegner sollte man nun den goldenen Schnatz einfangen, wobei man einfach immer in die richtige Richtung fliegen muss, gelegentlich Turbo einsetzen solle und ab und zu seinem Gegner eine verpassen muss. Per Knopfdruck ist dann der Schnatz gefangen, sofern man sich ihm nahe genug befindet - das Spiel ist aus. Wie schon gesagt, kann durch eben eine solche Situation zum Guten oder zum Schlechten gewendet werden, da es ja 150 Punkte für den Schnatz gibt, während man nur 10 Punkte für ein Tor bekommt.

Die spielerischen und technischen Mängel

Die Strategie eines richtigen Quidditch Matches wird man aber vermissen, denn durch die Ladeanzeige und dem darauf basierenden Matchende sind taktische Täuschungsmanöver und dergleichen der Sucher nicht möglich, aber dies ändert nicht viel am eigentlichen Spiel. Es ist einfach nur auf Fun ausgelegt und den hat man zumindest eine Weile lang. Startet man das Spiel zum ersten Mal, kann man neben einen Schaukampf (ein einzelnes Match) nur nach Hogwarts gehen. Hier bekommt man in einem Tutorial alle Feinheiten des Spieles erläutert, muss diese in Übungen einstudieren und sein Können darin beweisen. Nur wer diese Übungen abschließt, darf an dem Turnier um den Hauspokal in Hogwarts teilnehmen. Anfangs gestaltet sich das Spiel recht langweilig, da man in den ersten Matchen nur die grundlegende Aktionen durchführen kann, erst mit der Zeit darf man dann auch die besonderen Moves ausführen. Spezialmanöver darf man übrigens auch nur ausführen, wenn man diese frei geschalten hat. Dazu muss man auf unterschiedlichster Weise, zum Beispiel durch einen Sieg in einer WM mit einer Mannschaft oder 15 Toren während eines Spieles, Qidditch Karten erspielen. Je nach Anzahl der gesammelten Karten werden dann die Extras im Spiel frei geschalten. Da es über 100 Karten gibt, hat man doch etwas zu tun, wenn man wirklich alles sehen möchte. Erst nachdem man nun den Hauspokal in den Händen hält, beginnt die große Weltmeisterschaft, in der unterschiedliche Nationen teilnehmen. Ist man mal soweit gekommen, scheint die Laune gerade einen Höhepunkt zu erreichen. Denn mittlerweile kommt ein flüssiges und schnelles Spiel auf, man erspielt sich geniale Torszenen und hat das Gameplay endlich im Griff. Doch dann kommt auch der große Bruch im Spiel. Denn auch wenn man die WM bestreitet, scheinen die CPU-Gegner nicht gerade die hellsten zu sein. Hat man sich an das Spiel gewöhnt, dürfte es für die meisten ein leichtes sein, die WM mit einem Team zu gewinnen. Negativ fällt dabei vor allem auf, dass die KI der Gegner so derbe in den Keller geht, dass man immer wieder die gleichen Aktionen ausführen kann, um an Tore heran zu kommen. Eigentlich ist das recht schade, denn durch eine fordernde Gegner-KI wäre das Spiel letztendlich ein richtig guter Spaßtitel geworden. Ins Gewicht fällt dann auch, dass man nicht mal selber einen Schwierigkeitsgrad einstellen kann, man muss sich mit dem doch recht leichten begnügen. Hier bleibt nur noch ein einziger Ausweg, man sucht sich einen Freund für den Multiplayerpart des Spieles. Hier entfaltet sich das vollständige Potenzial und es macht richtig Laune. Ein menschlicher Gegenspieler ist halt immer noch unberechenbar und fordert!

Die Technik des Spieles kann man insgesamt im gehobenen Durchschnitt ansiedeln. Gespielt wird in den Heimstadien der Mannschaften, welche gelungen an die Herkunft erinnern. In Australien begibt man sich zwischen rostbraune Felsen, in Deutschland wird das Spielfeld von grünen Tannenbäumen umsäumt und die Nordmänner lieben die Kälte und Eis. So zeigt sich jedes Stadium in seiner eigenen Pracht. Zudem wurden diese durchwegs abwechslungsreich und detailverliebt erstellt. Man findet unterschiedliche Objekte wie Springbrunnen, Felsen, verschiedene Pflanzen und Büsche, einzelne Häuser am Rand und vor allem die Zuschauerstände. Einige Wettereffekte verwöhnen dann noch zusätzlich das Auge mit Schnee oder Regen, während viele Lichteffekte die Action des Gameplays unterstützen. Schaut man auf die Animationen, bekommt man hier recht gut in Szene gesetzte Mimiken der Spieler zu sehen, vor allem in den kleinen Videos, die immer wieder nach Torszenen oder bei den Specialmoves eingesetzt werden. Aber auch gelegentliche Jubelausbrüche von Zuschauern werden gezeigt und bereichern das Spiel somit. Nachteilig zeigt sich hier aber die geringe Anzahl der Fanvideos, so dass sich diese recht schnell wiederholen. Im Groben ist die grafische Präsentation des Spieles aber durchwegs gelungen und kann begeistern, das Spiel läuft zudem äußerst flüssig und weist keinerlei Probleme mit dem Nachladen auf.
Im soundtechnischen Bereich sieht das dann aber etwas anders aus. Während der Matche wird das Spiel natürlich wie bei jedem anderen Sport mehr oder weniger passend durch Kommentatoren unterstützt. Fans wird es sicherlich freuen, dass man mit Ludo Bagman eine bekannte Person aus den Harry Potter Büchern genommen hat, aber ansonsten findet man hier recht wenig, was überzeugen kann. Die Kommentare sind wie das gesamte Spiel in Deutsch gehalten, wobei sich immer zwei Kommentatoren duellieren. Die Wortwahl, bzw. Satzwahl fällt aber nicht immer positiv aus. „Sie sieht immer wo ihre Mitspieler sind und bringt einen sichern Pass“. Das ist so ein Beispiel, das auch aufkommt, wenn man eben dem Gegner den Ball zugepasst hat! Auch tritt hier ein weiteres und auch bekanntes Manko der Kommentatoren auf: Die Menge der Sätze ist endlich und recht schnell tritt der Wiederholungseffekt auf. Eigentlich schade, hier hat man in anderen Spielen schon gezeigt, dass mehr drin ist. Ein weiterer Faktor sind die Geräusche des Publikums, welche zwar gelegentlich in Begeisterungstürmen ausbricht, aber meist recht monoton wirkt. Die Effekte des Spielgeschehens wiederum können als gelungen bezeichnet werden und auch die Musikwahl. Während eines Matches bekommt man sogar leise eine Musik auf die Ohren, außergewöhnlich für ein Sportspiel, in dem Fall aber passend und gelungen.

Fazit:
Entstanden ist meiner Meinung nach ein recht gelungenes Spiel, welches man einfach unter die Fun-Sport Titel zählen muss. Das Gameplay von Quidditch wurde eigentlich erstaunlich gut auf der Konsole umgesetzt, auch wenn man nicht alle Aktionen und Feldspieler gleichzeitig nutzen kann. Doch war von Anfang an auch klar, dass man hier gewisse Abstriche machen muss. Dennoch wie gesagt ein eigentlich sehr gelungenes Spiel, welches Spaß machen könnte und vor allem die Kiddis bzw. Harry Potter Fans begeistern würde. Der Spielspaß wird aber durch einige Faktoren gemindert. Vor allem die unausgereifte KI der Gegner trübt den Eindruck gewaltig. Erfahrene Spieler werden recht schnell den WM Titel geholt haben. Einzig allein die vielen Karten zum freispielen werden den Spieler etwas öänger bei Laune halten können. Ansonsten macht man einfach ab und zu mal ein Match im Spiel, da der Spielfluss und der Spaß doch noch vorhanden ist. Dagegen kann der Multiplayerpart des Spieles durchwegs überzeugen. Hier kommt der eigentliche Spaß d erst richtig auf. Über die technische Mängel kann man eigentlich hinweg sehen, da diese nur marginal auftreten.
  7,5 / 10

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