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Amped Freestyle Snowboarding

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Die Steuerung
...ist gut gelungen, wenn man sich erstmal eingearbeitet hat. Jeder der vier primären Button stellt einen Trick dar. D.h. auf jedem Button sind sogar fünf Tricks gelegt. Diese werden abgerufen indem man den Button entweder hält, in kurz antippt und hält, ihn hält und einen der Schultertasten drückt oder ihn hält und beide Schultertasten drückt. Klingt etwas wirr und kompliziert? Nunja, etwas eingewöhnen muss man sich schon. Wer damit nicht zurechtkommt kann auch den rechten Steuerpad verwenden, was sich aber um einiges schwieriger gestaltet. Insgesamt ist die Steuerung zwar gut, aber eben erst nachdem man sie in und auswendig kennt (was aber sehr schnell geht ;) ).

rechts sind Bäume links sind Bäume...

Die Grafik des Spiels macht von vornherein einen super Eindruck. Wie man aus der Überschrift erkennen kann, haben es mir vorallem die Wälder angetan. Die Bäume sehen wirklich extrem realistisch aus! Und eignen sich perfekt um darin Schneemänner zu verstecken! ;) Nur schade dass die Kollisionsabfrage so extrem genau ist. Mit vollem Tempo durch den Wald, das geht nicht lange gut. Traurig, denn gerade dass macht viel Spaß. Hier wäre also weniger mehr gewesen. Aber auch die Animationen der Fahrer sind dank Motion Capturing sehr gut gelungen. In keiner Situation sehen sie unrealistisch oder abgehackt aus. Immer bleiben sie schön flüssig und stets nachvollziehbar. Die Weitsicht in den sowieso groß geratenen Skiarealen ist sehr gut. Es sei denn es ist Nebel wie z.B. in Stratton. Doch auch der sieht sehr plastisch und realistisch aus. Der absolute Höhepunkt der Grafik ist aber der Schnee. So scheint es, dass der Tiefschnee aus tausenden, einzelnen Flöckchen besteht. Auch die planierte Piste macht einen sehr guten Eindruck. Allein die Tatsache dass ein unterschied zwischen planiert und unplaniert gemacht wurde, zeigt schon mit welcher Lieber zum Detail der Hersteller gearbeitet hat. Man erkennt sogar die typischen Pistenraupenspuren.Und einmal darüber gefahren, bleibt die Spur des Snowboards für den Rest des Laufes erhalten und verschwindet nicht einfach wie in anderen Spielen. Positiv fällt eindeutig die gute Musik auf. Viele verschiedene Tracks vorallem im Indie Stil untermalen das geschehen sehr gut, auch wenn sie sich meist dezent im Hintergrund halten. Die Soundeffekte sind gewohnt gut. Das stöhnen des Boarders bei Stürzen hört sich genauso an wie in jedem Spiel und auch die Kommentare der Kameramänner auf deine gelungen oder nicht gelungen Tricks sind in guter Qualität und manchmal sogar lustig! Naja halt nur manchmal!

Die Nachteile

Der Hauptkritikpunkt ist eindeutig das schleppende Gameplay. Damit meine ich vorallem die absolut überflüssige suche nach diesen verdammten Schneemännern. ;) Aber auch allgemein ist das Spiel eher langsam und sehr realistisch gehalten. Das kann man sowohl als Vor- als auch als Nachteil betrachten. Ich persönlich hätte einen Mittelweg wie bei Tony Hawks für besser gehalten. Aber viele mögen das anders sehen. So unrealistische Aktionen wie ein Triple Backflip mit anschließendem Railgrind und folgendem Double Frontflip sind zumindest so gut wie unmöglich. Ob das nun dem Spielspaß nutzt oder eher schadet muss jeder für sich selbst entscheiden. Außerdem fehlt mir bei dem ganzen Spiel die Motivation. Es kommt einfach nicht die bekannte Sucht auf "ein Ziel in dem Level mach ich jetzt noch!". Und wer das Spiel einmal durch gespielt hat, findet keinen Anreiz, es noch mal mit einem andern Fahrer zu versuchen.
 Autor:
Felix Krupar
Testbericht
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Leserwertung:
8.0