Xbox » Tests » A » Azurik - Rise of Perathia

Azurik - Rise of Perathia

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Mit dem linken Schalter lassen sich die Elementarkräfte aktivieren, indem man den Schalter gedrückt hält, eine der Elementartasten drückt (Y= Luft, B= Feuer, X= Wasser, A= Erde) und die Schaltertaste dann wieder loslässt. Diese Steuerung ist sehr leicht zu erlernen und gut für Anfänger geeignet. Nun zum negativem Hauptpunkt der Steuerung, der Kamerajustierung. Mit der rechten Schalter wird die Kamera zentriert und dem Ministick links die Kamera bewegt. Dies nervt vor allem in Kämpfen, da man leicht den Überblick verliert und die Kamera alle zwei Sekunden manuell nachjustieren muss - dies zehrt stark am Spielspaß.
Eine halb- oder vollautomatische Kameraführung wäre hier die richtige Lösung gewesen.

Rollenspiel? Wo?
Obwohl Azurik laut Microsoft ein Rollenspiel sein sollte, besitzt es keinerlei Rollenspielelemente. Es ist ein reines Action-Adventure - noch dazu ein sehr lineares. Das Spiel besteht hauptsächlich aus dem eintönigen Niedermetzeln von verschiedenen Gegnern und dem Sammeln von Items. Die ständigen Kämpfe ermüden eher als zu motivieren, da es sich meistens nur um Button-Smashing handelt und keine anspruchsvolle Taktik vorausgesetzt wird. Erst im späteren Verlauf des Spiels bekommt man es mit schwierigeren Gegnern zu tun, bei denen man seine Elementarkräfte gezielt einsetzen muss, um diese bezwingen zu können. Desweiteren verliert man in den großen Welten auch schnell den Überblick und ist mehr mit Rumlaufen beschäftigt als der Schlüsselsuche oder den Kämpfen. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels steigt linear, ist aber nie unfair und sollte auch für Anfänger kein Problem darstellen. Im Spiel sind einige Rätsel enthalten, die eine willkommene Abwechslung zu den eintönigen Kämpfen bieten. Zwei weitere Schwachpunkte des Gameplays sind unter anderem die manuelle Kameraführung und die seltenen Speicherpunkte. Es wäre viel besser gewesen eine Option zu integrieren, die es möglich macht jederzeit abzuspeichern. Stirbt man, startet man beim letzten Speicherpunkt bei dem man abgespeichert hat - dies erhöht den Frustfaktor zusätzlich. Über die Größe des Spiels gibt es nichts zu meckern, die Spielwelten sind riesig und beanspruchen viel Zeit bei der Erkundung.

 Autor:
Daniel Cermak
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
4.5