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Batman: Vengeance

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 Spiel-Infos: Batman: Vengeance
Batman: Vengeance Boxart Name: Batman: Vengeance (PAL)
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 14. März 2002
Genre: Action
Spieler: 1
Features:
-

Was herauskommt wenn man versucht einen Film/Comic Helden als Spiel umzusetzen kennen wir alle. Meistens werden diese Spiele Ideenlos, Innovationsarm und wirklich nur für Hardcorefans interessant. Ob sich die Entwickler von Batman: Vengeance für die Xbox mehr Mühe gegeben haben, erfahrt ihr in unserem Test.

Liebe auf den ersten Blick?

Nachdem man ein neues Spiel gestartet hat bekommt man erstmal Videosequenz zu sehen. Hm, aha... irgendwo in der Nähe liegt also ein hübsche, (ich nehme mal an sie soll hübsch sein... ;) ) junge Frau gefesselt und geknebelt. Und da wir gerade nichts Besseres zu tun haben, sollen wir sie also retten. Man begibt sich also in schwindelnde Höhen auf das Gelände einer Chemiefabrik auf der Suche nach der Entführten. Die Verfolgungsjagd beginnt, und während man dem Bösewicht über die Dächer folgt, werden (wie am Anfang eines Kinofilms) Entwicklernamen usw. eingeblendet, was tatsächlich Kinoflair beschwören kann. Noch entzückt von dieser zugegebenermaßen einfachen aber dennoch sehr motivationssteigernden Idee, lernt man erstmals die Tücken der Steuerung kennen. Oder sagen wir es mal so: die Steuerung ist ideal, lediglich die Kameraführung ist eine Katastrophe. Mal schwenkt die völlig unmotiviert um 180° um den Spieler herum, doch meistens passiert genau das Gegenteil. D.h. während sich die Spielfigur längst gedreht hat, und in eine völlig andere Richtung läuft, steckt die Kamera immer noch in der selben Position fest. So kommt man nicht selten in den "Genuss", Batman von vorne zu sehen... leider ohne dabei mitzubekommen, was sich vor ihm abspielt.
Soweit so gut. Während man sich mit den Tücken der Kameraführung und der damit verbunden schwierigen Steuerung vertraut macht, hätte man fast vergessen das es ja noch Arbeit gibt. Also schnellen Schrittes und Fluges die Treppe hinunter, schon befindet man sich auf einem Dach (Dächer werden zu einem eurer Hauptaufenthaltsorte bei Batman Vengeance). Und schon bekommt man die nächste Macke des Spieles zu spüren: Die ganze Grafik ist während des gesamten Spiels extrem Dunkel. Zwar kann man die Helligkeit anfangs einstellen, doch nützt das nicht wirklich sonderlich viel. So stolpert man im Halbdunklen an einer Kante vorbei, und schon findet man sich ein Stockwerk tiefer in einem noch dunkleren Gang. Wenn man gemein wäre, könnte man sagen, dass schon dieser erste Level fast alle Aspekte des Spiels enthält. So verbringt ihr einen nicht unwesentlichen Teil damit, die Gänge nach Leitern oder Türen ab. Nachdem man nun ca. 30 Minuten immer wieder unfreiwillig Leiter hoch/Dach runter gespielt hat, findet man nun endlich die junge Dame, die gefesselt am Boden liegt, und unglücklicherweise an eine Bombe gefesselt ist. So wird schnell die Frau befreit, und das Gelände fluchtartig verlassen. Dank der Kameraführung ist dies wieder leichter gesagt als getan. Doch man steht unter keinerlei Zeitdruck, die Bombe explodiert erst dann, wenn man das Fabrikgelände verlässt. In einer nächsten weiteren Videosequenz erfährt man, dass der Joker hinter diesem Anschlag steckt, und –fies wie er ist- nun auch noch ihren Sohn entführt hat. Zurück zum Batman Hauptquartier.

 Autor:
Felix Krupar
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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