Xbox » Tests » B » Batman: Vengeance

Batman: Vengeance

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Hier erfährt man erstmals, dass Batgirl euch im weiteren Verlauf mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Während diese also versucht weitere Informationen über diese mysteriöse Entführung ausfindig zumachen, darf der Spieler einen Hindernisskurs bewältigen, sozusagen als nachgeschobenes Tutorial. Hier wird man mit den einzelnen Gegenständen vertraut gemacht und darf sich auch ein wenig im "Schleichen" und Nahkampf üben. Außerdem kann man erstmals eines der wichtigsten Hilfsmittel im ganzen Spiel verwenden, den Bat-Anker. Mit diesem kann man sich z.B. von Haus zu Haus schwingen oder sich auf höher gelegene Plätze hochseilen. Doch soviel Freiheit gönnt einem der Entwickler dann doch nicht. Man erfährt, dass man den Anker nur nutzen kann, falls ein Fledermaus Symbol in der Nähe ist. Schade.

Mach mir die Fledermaus

Doch weg von der Story und ran an den Spielbericht. Wie oben bereits erwähnt, ist Batman nicht nur ein einfaches Jump’n’Run, es verwandelt sich gelegentlich sogar in ein reinrassiges Beat ’em up. Sobald man sich einem potentiellen Gegner nähert, schaltet das Spiel in den Kampfmodus um. So wird in der rechten oberen Ecke die Energie des Gegners angezeigt. Man selbst kann Fuß- und Handattacken ausführen oder sich sogar schützen, was bei den überwiegend einfachen Gegnern jedoch meist nicht nötig ist. Das Problem dabei ist, das man manchmal meint, Batman hätte schon ein paar Bierchen zuviel getrunken. Dank der Kameraführung (ja ja, wenn die nicht wäre...) schlägt er permanent daneben. Aber das ist nicht weiter schlimm, da sich die Computergegner auch nicht viel schlauer anstellen. Diese sind übrigens immer schön höflich und warten, falls sie zu zweit oder zu mehreren auftreten, immer brav bis Batman seinen momentanen Gegner fertig gemacht hat. Stelle man sich vor, man trifft zwei üble Gestalten, der eine läuft auf einen zu und fängt an, auf einen einzuprügeln, während der andere von der Ferne aus mit einer (Laser?)Waffe auf einen feuert. Greift Batman nun jedoch selbst den Prügler an, ist sein Kumpane so freundlich und stellt sofort das Feuer ein. Hat man sein Gegenüber K.O. geschlagen, kann man ihm Bat-Handschellen anlegen, und sich kurz der Euphorie hingeben. Versäumt dies aber, oder hat man keine Handschellen mehr, steht der Bösewicht nach 3-5 Minuten wieder auf und greift einen erneut an. Eben wie im richtigen Leben! ;) Am linken oberen Bildschirmrand ist neben der Energieanzeige von Batman selbst auch die Specialanzeige. Ist diese aufgeladen, kann Batman besonders harte Special Moves ausführen die so aussagekräftige Namen tragen wie The Hammer... äh ja.
Wenn man nicht gerade kämpft, besteht Batman: Vengeance größtenteils daraus, durch die Level zu laufen und zu versuchen, nicht wieder in der Dunkelheit eine Kante zu übersehen und runterzufallen. Daneben gilt es hin und wieder, Schlüssel einzusammeln, um die nächste Tür öffnen zu können. Keine Angst, so einen Schlüssel zu übersehen ist unmöglich da diese stets so hell leuchten wie der Morgenstern. Ansonsten kämpft man sich an den verschiedenen, leicht zu besiegenden Schergen der Bösewichter vorbei, löst ab und zu ein paar einfache Schalterrätsel, selten auch mal ein paar Tüftelaufgaben. So muss man z.B. versuchen eine Art Rubics Cube zu lösen, um eine Tür zu öffnen, und das auch noch unter Zeitdruck. Nach 3-4 der vorgegebenen 15 Minuten hat man dieses allerdings auch schon gelöst. Am Ende eines Levels steht man jeweils einem Oberschurken wie z.B. dem Joker, Poison Ivy oder Mr. Freeze gegenüber. Diese sind immer sehr unterschiedlich zu besiegen. Der Joker steht auf einer Abrissbirne und man muss ihn mit Batarangs (kleine Batman Bumerangs) malträtieren , was relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Dagegen ist Mr Freeze eine härtere Nuss. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund kann man diesen nämlich nicht direkt angreifen, oder ihn auch wieder mit Batarangs fertigmachen...nein, man darf stets nur auf Objekte über seinem Kopf zielen, welche ihn damit zu treffen und letztendlich zu besiegen. Allein dieser zweite Endgegner ist eine harte Belastung der Nerven. Ständig wechselt Mr. Freeze seine Route und ständig verfehlt man ihn wieder. Zwar stirbt man selbst auch nicht, aber dennoch spielt man eine gute halbe Stunde hin, bis man ihn endlich besiegt hat. Manchmal darf man sogar in das Batmobil einsteigen oder mit dem Bat-Flugzeug fliegen. Auf der Straße muss man auf die anderen Verkehrsteilnehmer achten, damit man nicht zu langsam wird und sein Ziel verliert. In der Luft jedoch muss man ständig Hochhäusern, Schildern und auch Autos ausweichen, falls man sehr tief fliegt. Diese Sequenzen sind meist äußerst spannend, vor allem das Fliegen durch die engen Häuserschluchten von Gotham City macht einen Heidenspaß. Dennoch, Batman ist nicht leicht. Allerdings wird es nicht durch die vom Hersteller vorgesehenen Schwierigkeiten so anspruchsvoll, sondern durch die Steuerung und die Kameraführung die einem jedesmal wieder einen Strich durch die Rechnung machen (man kann es garnicht oft genug sagen).
 Autor:
Felix Krupar
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-