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Beyond Good & Evil

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Und so kommen wir auch zum Action-Adventure-Part des Spiels. Oft müsst ihr euch in geheime Fabriken oder ähnliches schleichen und da Beweisfotos für eure Auftragsgeber besorgen. Zwar ist Jade mit einem Stock bewaffnet und kann auch relativ gut kämpfen, trotzdem erwarten euch oft lange und anspruchsvolle Stealthabschnitte. Hier muss der Spieler seine Geduld beweisen, denn einige Abschnitte sind ganz schön schwer. Zum Glück lassen die fairen Rücksetzpunkte keinen Frust aufkommen. Solltet ihr irgendwo sterben, müsst ihr meist nur einen oder maximal zwei Räume wiederholen. Ein weiterer wichtiger Punkt in dem Spiel ist euer Fortbewegungsmittel. Mit einem Luftkissenboot könnt ihr über die Ozeane reisen und so auch die anderen Inseln erreichen. Durch die seltenen Perlen im Spiel (die mit den Sternen in den Mario-Spielen vergleichbar sind) könnt ihr euer Fahrzeug auch aufrüsten. Viele kleine Spiele verlangen euer Geschick mit dem Luftkissenboot. So gibt es etliche Rennstrecken im Spiel, die ihr meistern müsst und manchmal erwartet auch sogar ein Seegefecht.

Geht's noch verrückter?
Die Designer haben ihren ganzen Trieb am Charakter-Design ausgelassen. So hat eigentlich jeder Charakter seine ganz besondere Eigenart und ähneln oft einem Tier. Selten hat man so liebevolle und schöne Charaktere wie in Beyond Good and Evil gesehen. Nur Jade ist hier eine Ausnahme. Zwar hat sie grüne Augen und pechschwarzes Haar, jedoch eine sehr humane Figur. So bietet Jade sowohl die üblichen Quoten-Titten, als auch den Quoten-Knackarsch der seit Lara Croft wohl Pflicht in Videospielen ist. Kurz gesagt: Würde es auf Hillys einen Playboy geben, würde Jade Seite 1 bis 63 für sich belegen, da alle anderen Charaktere von der Natur arg benachteiligt wurden, was das äußere Erscheinungsbild betrifft.
Aber einen Charakter macht nicht nur das Aussehen aus, sondern auch die inneren Werte. So hat jeder Charakter im Spiel seine eigene Persönlichkeit. Dies macht sich auch sehr stark bei den Tag-Team Einlagen bemerkbar. Die meiste Zeit hat Jade einen Begleiter bei sich, der sie tatkräftig mit seinen Fähigkeiten unterstützt. Hier setzen auch die meisten Rätsel an, denn diese benötigen meist das Zusammenspiel von beiden Charakteren. So kann zum Beispiel euer schizophrener Begleiter mit seiner gewaltigen Kraft einige Türen auftreten oder gar ganze Stromanlagen außer Gefecht setzen. Zwar gibt es auch einige Abschnitte, in denen Jade auf sich alleine gestellt ist, meist ist sie jedoch zu zweit unterwegs.
Beim Thema Gegnervielfalt kann Beyond Good and Evil leider nicht mehr so gut abschneiden. So trefft ihr im Spiel nur auf eine Handvoll verschiedene Arten von Gegnern. Zwar passt es storytechnisch sehr gut, jedoch trübt es ein wenig das Gesamtbild. Es fehlen leider auch richtige "Bossfights", die nur sehr sehr selten im Spiel vorkommen. Dafür entschädigen die vielen Minispiele. So könnt ihr, vor allem in der Stadt, sehr viele kleine Fun-Games zocken. Diese können sogar einem Zelda das Wasser reichen.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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Leserwertung:
8.2