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Bionicle

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Dunkle Magie
Toa wären aber keine Toa, wenn sie nicht über tolle Kräfte verfügen würden. Durch einen Druck auf B kann man Elementar-Energieangriffe ausführen, die automatisch angelockten Gegnern Schaden zufügen. Die dafür benötigte Anzeige wird entweder dadurch aufgefüllt, im Stand X gedrückt zu halten, oder bei gegnerischen Angriffen das Schild ebenfalls durch X zu aktivieren und so die Energie zu "absorbieren".
In jedem Level ist eine bestimmte Anzahl an Lichtsteinen verteilt. Diese muss man zwar nicht einsammeln, sollte es aber, wenn man eines der Extras im Menü frei schalten will. So kann man Konzeptzeichnungen ansehen, einen Trailer zum Film bestaunen oder den Werbefilm für das Spielzeug betrachten. Eine andere Funktion haben die Lichtsteine nicht.
Anders die Matoran. Auch von diesen kann man meist welche finden, die einem dann Türen öffnen oder einen Kran durch ihre Kraft bewegen.

Buggy Boogie
Dumm, dass auch noch Bugs im Spiel auftreten. Es sind nicht viele, aber bei der Spieldauer machen sie vielleicht schon 10% des Spiels aus... So ist es während unseres Tests vorgekommen, dass die Kamera einfach irgendwo hängen blieb und der Charakter fröhlich weiterfuhr. Man kann ihn dann auch noch steuern, aber als weit entfernter Punkt in der Landschaft lässt sich halt nicht mehr so gut agieren. An anderer Stelle blieb hingegen der Charakter in einem Objekt hängen und es blieb nichts anderes übrig, als die Sequenz neu zu starten.

Lego-Bauten?
Grafisch präsentiert sich der Titel solider, als man es von einem Lego-Spiel erwartet, schließlich wird in Bionicle nicht die ganze Welt aus Legosteinen zusammengesetzt. Kantenflimmern und eigenartige Texturmethoden bei Lava oder Wasser trüben den Gesamteindruck aber stark. Auch Gegner- und Charakterdesign sind eher halbgar, ohne wirkliche Höhepunkte zu setzen. Wenigstens sind die zwei FMVs des Spiels in ansprechender Qualität.
Das Beste an Bionicle ist noch der Sound. Teilweise gibt es tatsächlich gute Musik oder Soundeffekte zu hören, auch wenn sich die Euphorie darüber in Grenzen hält. Eine deutsche Sprachausgabe, mal mehr mal weniger motiviert, ist sicherlich eine gute Sache für die lieben Kleinen.

Fazit
Bionicle ist leider keine Empfehlung wert. Selbst kleinere Bionicle-Fans finden in den Regalen der Händler bessere Spiele für ihr Alter. Bescheidenes Leveldesign, eine undichte Story, mittelprächtige Grafiken und eine unheimlich kurze Spieldauer machen den Bonus der Lizenz schon wieder zunichte. Wer mit Bionicle nichts am Hut hat, macht am besten gleich einen großen Bogen darum, da man ohne Hintergrundwissen über die Charaktere noch weniger Interesse daran hat, Makuta in den Allerwertesten zu treten.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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