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Brute Force

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Nur ein toter Bug ist ein guter Bug
Leider scheint man bei Digital Anvil nicht so brutal gegen Bugs vorgegangen zu sein wie unser Tex im Spiel, denn gerade die K.I. spinnt häufiger rum, auch wenn sie insgesamt gut gelungen scheint. Positiv zu werten ist das z.B. der Fakt, dass sich Gegner verstecken oder zusammen angreifen. Doch ab und zu kommt es vor, dass man von einem Gegner verfolgt wird und plötzlich, wie von Geisterhand, bleibt er stehen. Auch wenn man sich dann nähert, erfolgt keine Reaktion, so dass man ohne viel Mühe wieder einen Strich auf seine Abschussliste setzen kann. Da aber die Gegner fast immer in der Mehrzahl auftauchen, bleibt dieser K.I.-Fehler selten und das ist gut so, denn was wäre ein Shooter mit Feinden, die regungslos nur zum Abschiessen dastehen würden. Bug Nummer zwei bezieht sich auf die eigenen Mitspieler, die scheinbar manchmal keinen Bock haben, deine Befehle zubefolgen. Auch dieses Problem tritt eher selten auf, ist aber dennoch ärgerlich und dass gerade, weil das Spiel ja schon einmal verschoben wurde.

Kein Spitzenspiel ohne Spitzentechnik
Die Grafik macht einen sehr guten Eindruck, vermutlich auch am großem Detailreichtum von Brute Force. Neben umher fliegenden Vögel und aufgewirbelenden Sand kann man Pollen und Blätter, fliegend durch die Luft, ausmachen. Gelungene Wetter- und Lichteffekte runden das ganze dann ab. Ebenso so abwechslungsreich wurde die Umgebung gestaltet. Ob im Wald, in einer steinigen Lavalandschaften, wo die Gegner hinter jedem Stein hocken oder anderswo unterwegs - eintönig wird es nie. Auch die fulminanten Explosionen sind herrlich animiert und schön anzuschauen. Hierbei bleibt die Framerate stabil. Probleme gibt es bloß, wenn man sich in einer Massenschlacht wieder trifft. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein paar Ruckler auftauchen, die aber den Spielfluß kaum spürbar beeinflussen.
Brute Force bietet soliden Dolby Digital 5.1 Klang und auch wie bei der Grafik wurde auch hier nicht an kleinen aber feinen Details gespart. Beispiele hierfür sind z.B. das Zwitschern der Vögel oder der Wind, der durch die Bäume weht. Dank DD 5.1 könnt ihr akustisch wahrnehmen, von wo die Schüsse kommen und wo sie einschlagen (z.B. hinten rechts an einer Metallwand oder vorne links in ein Wasserloch). Probleme gibt es nur, wenn euch ein Gegner von der Distanz aufs Korn nehmen möchte, denn dort kommt es schon mal häufiger vor, dass dazu überhaupt kein Geräusch ertönt. Man kann aber hier davon ausgehen kann, dass das von den Entwicklern auch nicht beabsichtigt war.

 Autor:
Stephan Rost
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