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Buffy - Chaos Bleeds

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Hallo, ich bin Gameplay und wer bist du?
Es wäre natürlich unlustig, wenn es im Spiel nur ums Verhauen von Vampiren ginge, darum haben die Entwickler auch noch das allseits beliebte "Suche und Finde" Prinzip eingebaut. Dieses wirkt sich wirklich extrem störend im Spiel aus, da man keinerlei Hinweise bekommt, was als nächstes zu machen ist. So kommt es öfters im Spiel vor, dass ihr 30 Minuten lang das ganze Level ablauft und an jeder Tür rüttelt, ob sie nicht vielleicht doch aufgeht. Zum Glück sind die Levels aber sehr gradlinig aufgebaut und so muss man keine Angst haben, sich zu verlaufen. Eine weitere Spielspaßbremse sind die teilweise unlogischen und oft unfairen Rätsel. So gibt es einige Situationen im Spiel, in denen gut 200 Schränke auf dem Flur stehen, jedoch hat nur einer das gesuchte Item enthält… jeder, der schon 200 mal den "Use-Button" gedrückt hat, weiß, was ich meine. Einen optionalen Lösungsweg für die Rätsel gibt es nicht, entweder man findet nach ewiger Suche das gesuchte Item oder man kommt nicht weiter. Dieses streckt zwar die Spieldauer um einiges, dennoch sind geübte Spieler in unter 10 Stunden mit Buffy fertig. Da es keine Möglichkeit gibt, den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, hält sich auch der Widerspielwert in Grenzen. Dafür darf man sich während diesen 10 Stunden über einige Charakterabwechslung freuen. So hat jeder der Charaktere seinen ganz eigenen Kampfstil, obwohl das Spielprinzip logischerweise immer gleich simpel bleibt.

Die Präsentation
Was Buffy beim Gameplay fehlt, ist ganz klar in die Präsentation geflossen. Zwar bieten die Menüs nicht besonderes, man darf sich jedoch auf sehr hübsche Locations freuen. Zwar sind Gegenden wie Schule, Krankenhaus und Friedhof schon ein wenig ausgelutscht, aber bei Buffy kommen alle Szenarien sehr gut rüber. Das Leveldesign kann zwar nicht immer überzeugen, dem Flair schadet dies aber nicht. Die reine "Größe" der Levels ist meist sehr gering, durch das oben genannte Suche und Finde-Spiel dauert das ein oder andere Level jedoch auch mal eine Stunde. Ärgerlich ist hier, dass man in den Levels selber nicht speichern kann, es gibt nur so genannte Checkpoints, wo man nach dem Tod wieder hinteleportiert wird. Wer seine Xbox jedoch abschaltet, darf das Levels wieder von vorne beginnen.
Ein weiterer Punkt, der das Spiel oft unfair macht, ist die sehr schlechte Kamera. Eine automatische Führung der Kamera findet meist gar nicht statt und so liegt es an dem Spieler, immer die Kamera mit dem rechten Stick zu justieren.
Sehr vorbildlich dagegen und leider immer noch viel zu selten sind die Extras bei dem Spiel. Durch das schnelle und erfolgreiche Durchspielen der Levels kann man sehr interessantes Bonus-Material frei spielen. So wartet neben einigen Fotos auch noch eine Handvoll Interviews mit den Schauspielern auf euch.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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