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Colin McRae Rally 3

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Das einzige Manko ist, dass man ab und an die sich in der Ferne aufbauende Grafik sehen kann, was aber selten vorkommt und nicht weiter stört.

Die Kehrseite der Medaille...
Nach mehrmaliger Durchforstung des Handbuchs und der einzelnen Menüs kommt ernüchterndes zutage: Das Spiel bietet nur zwei Spielmodi. Diese wären die "Meisterschaft" und die "Wertungsprüfungen". Letzteres ist eigentlich nur ein einfaches Zeitfahren ("Time Attack") auf den einzelnen Strecken. Dieses kann man dann aber schon mit bis zu vier menschlichen Gegnern spielen. Doch hier tun sich weitere Abgründe auf: Sie können zwar gleichzeitig gegeneinander auf der gleichen Strecke fahren, fahren aber nicht auf derselben Piste wie ihr Gegner. Jeder fährt für sich alleine einen Time Attack gegen den / die anderen. So ist es beispielsweise niemals möglich, den Gegner von der Fahrbahn zu drängen oder ihn abzubremsen. Zudem baut sich die Grafik im Multiplayer erst viel später auf, und ein Wald wird erst dargestellt, wenn Sie schon fast vor ihm stehen.
Der Meisterschafts-Modus gestaltet sich ebenso wunderlich: Sie haben zwar nach einem gewonnenen Wettkampf einen neuen Wagen freigeschaltet, können diesen aber nicht in der laufenden Saison einsetzen. Sie können ihn auch dann nicht einsetzen, wenn sie eine neue Meisterschaft beginnen. Der Name ist durchweg Programm, und das heißt: Die Meisterschaft kann nur mit Colin McRae und dem Ford Focus RS WRC bestritten werden. Dies ist sehr schade, denn so können die ebenfalls sehr schön modellierten und mit unterschiedlichen Eigenschaften versehenen Wagen lediglich im "Time Attack" ausgewählt werden. Eine Möglichkeit zur Konfigurierung der Wagen entfällt dabei ebenfalls, da dies in dem Modus generell nicht möglich ist.
Zwar verbessern sich die Leistung und die Ausstattung des Focus durch die freischaltbaren Upgrades während der Meisterschaft, dennoch wäre es nicht verachtenswert gewesen, auch mal mit einem anderen Wagen antreten zu können.
Ebenfalls sehr auffallend ist, dass es auch kein Spielmodus gibt, in dem man -arcadeartig wie beispielsweise in RalliSport Challenge-  gegen eine gewisse Anzahl von Computergegnern fahren kann. Sie haben nur sehr selten die Gelegenheit, gleichzeitig mit (immerhin) einem Computergegner die gleiche Piste zu befahren, und dass ist in der "Super-Spezial-Wertungsprüfung" während der Meisterschaft. Ansonsten sucht man vergeblich nach Rennen dieser Art.
Anzumerken wäre da noch die Musikkulisse. Wie aus dem Vorgänger bekannt hat jeder Bolide seinen ganz eigenen, am Vorbild anknüpfenden Motorensound, der das Ganze noch einmal realistischer werden lässt. Trotzdem kann dies nur schwer über die Tatsache hinwegtäuschen, dass es während aller Rennen kein einziges Mal Musik gibt, zu der man fahren kann. Ebenso wenig gibt es die Möglichkeit, eigene Musik von der Festplatte einzuspielen. Im ganzen Spiel ertönt nur einmal Musik, und das ist im Menü.

 Autor:
Benjamin Schneider
Testbericht
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