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Dark Summit

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Einmal im Leben vom Schanzentisch schweben...
...dafür müsst ihr euch nicht unbedingt ein fragwürdiges Skispring-Game eines bekannten Privatsenders kaufen. Es reicht wenn ihr mit dem Lift auf die Olympia-Großschanze fahrt, die es natürlich auf dem Mount Garrick gibt. Von dort aus könnt ihr trickmäßig so ziemlich jeden Weltrekord toppen... ein "Twothousandonehundredsixty" ist da ein absoluter Anfängersprung ;) Ansonsten sind, wie man es von Snowboardgames gewöhnt ist, allerlei Schanzen und Geländer auf der Piste verteilt, die einem jede Menge Turns, Flips, Grabs und Grinds ermöglichen. Der Schwierigkeitsgrad der Moves hält sich dabei eher in Grenzen, da verlangt einem Amped schon mehr ab. Die Tricks entsprechen im großen und ganzen dem Standartrepertoire, allerdings sehen die Animationen etwas hölzern aus. So dreht sich der Snowboarder z.B. bei einem "threesixty" etwas ruckartig und unregelmäßig. Insgesamt sind die Tricks in ihrer Art zwar realistisch, aber nicht unbedingt in ihren Ausmaßen (siehe "Twothousandonehundredsixty"). Auch das Grinden ist extrem einfach: Es reicht auf ein Geländer zu springen: Gleichgewicht etc. spielen hierbei keine große Rolle. Realitätsnähe ist aber auch nicht der Anspruch von Dark Summit, denn schließlich handelt es sich um eine Mischung aus Funracer und Action-Adventure, und nicht um eine Simulation.

Die inneren Werte zählen...
... bei einem Game genauso wie die äußeren, also die Grafik. Hierbei finden wir leider einige Schwächen. In punkto Detailgenauigkeit muss Dark Summit sich leider seinem Rivalen Amped geschlagen geben. Auch die Skigebiete wirken bei der Konkurrenz irgendwie echter und weitläufiger... wie man es eben vom Skifahren kennt. Die Charaktermodels lassen sich schwieriger vergleichen, da Dark Summit einen gewissen "Comic-Style" an den Tag legt. Insgesamt sind sie jedoch recht gut gelungen, vor allem Details in den Gesichtszügen fallen positiv aus. Dies kommt jedoch im Spiel kaum zu tragen, da man seinen Boarder ja von hinten sieht ;) Zwei Kritikpunkte gehen an die Spielgrafik: Zum einen gibt es keine konstante Framerate, vor allem bei Effekten und vielen Gegenständen/Personen kommt es zu höchstnervigen Slowdowns. Diese treten teilweise auch aus nicht ersichtlichen Gründen auf. Das zweite Manko: Es kommt zu Pop-Up-Effekten am Horizont. Das heißt: Berge oder so erscheinen schlagartig, was durch eine recht geringe Sichtweite zu erklären ist.

Hat deine Mutter dir denn gar nichts beigebracht?

Solche und andere Sprüche muss man sich gefallen lassen, wenn man auf den Pisten des Mount Garrick unterwegs ist, denn die Skifahrer (der natürliche Feind des Snowboarders) sind meist nicht wirklich angetan von eurer rücksichtslosen Fahrweise. Außerdem sind auf allen Pisten Lautsprecher installiert, aus denen ein Scherge vom Chief die verschiedensten Kommentare und Drohungen abgibt. Musikalisch wird man ziemlich schnell angeödet: Der Soundtrack hat nur recht eintönige Musik zu bieten, welche keinen Pep in das Spiel zu bringen vermag. Wirklich Schade: Man kann den eigenen Soundtrack, welchen man auf der Xbox abgespeichert hat, leider nicht nutzen. Diese Funktion wäre leicht zu implementieren gewesen, aber leider nicht genutzt.
 Autor:
Simon Grötz
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