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Dead Man's Hand

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Selbst die Endgegner zeigen sich wenig spektakulär und können meistens mittels simplen Ballerns ausgeschaltet werden, Taktik ist selten gefragt. El Tejon schießt sich als durch atmosphärisch gestaltete Szenarien, von verlassenen Dörfern, Bergwerken, Städten und Wäldern bis hin zu Mississippi-Dampfern ist alles dabei, was das Cowboyherz begehrt. Die Qualität und Größe und der Levels wird dabei im weiteren Spielverlauf immer besser, also Geduld Amigos. Hervorzuheben ist das Physiksystem. Einige Gegenstände lassen sich zerstören und zu euren Gunsten nutzen. Drei Feinde auf einem Podest? Gut, dass die Halterungen des Daches nicht sehr stabil sind... solche Aktionen laden den oben erwähnten Energiebalken auf.
 
Mein Haus, mein Pferd, meine Framerate
Leider wird im weiteren Spielverlauf zu wenig auf dieses Feature zurückgegriffen, so dass der im Prinzip coole Effekt etwas aufgesetzt wirkt. Unterbrochen werden die Ego-Shooter-Scharmützel von Missionen zu Pferd oder auf Fahrzeugen, wobei sich der störrische Gaul oder die knatternde Lock auf festgelegten Bahnen bewegen und ihr euch in Ruhe den Gegnern zuwenden könnt.  Zur gelungenen Atmosphäre tragen die tolle Präsentation mit Zwischensequenzen in passendem Schwarz-Weiß und der schon erwähnte hervorragende Sound bei. Optisch zeigt sich das Spiel allerdings von seiner weniger guten Seite. Zwar wirkt die Grafik stets passend und es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Settings, doch macht die stotternde Framerate vieles zunichte. Besonders bei Drehungen machen sich üble Ruckler bemerkbar, die genaues Zielen normalerweise unmöglich machen. Dennoch ist eure Trefferquote erstaunlich hoch, denn Dead Man's Hand übertrifft in Sachen Auto Aiming alles, was bisher gespielt werden konnte. NIchts gegen eine kleine Zielhilfe, aber hier reicht es bereits, neben den Gegner zu schießen, um trotzdem zu treffen. Ob er wohl vom Luftdruck der Kugel umgefallen ist? Wir haben dabei einen Schussradius von bis zu fünf Zentimetern um den Gegner festgestellt, in dem man trotzdem trifft. Dies ist die größte und zugleich ärgerlichste Schwäche des Spiels. Es wirkt wie ein Kompromiss, den Human Head aufgrund der wackeligen Framerate eingegangen ist. Leider ging der Versuch nach hinten los, denn so wird aus Dead Man's Hand noch mehr Arcade-Shooter. Mit der richtigen Waffe lassen sich viele Level im ersten Anlauf schaffen, auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Nur gut, dass euer Cowboy selten stirbt, denn gespeichert wird nur an Levelende. Das sorgt gerade im späteren Spielverlauf für dezenten Frust.
 Autor:
Dirk Sandel
Testbericht
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Leserwertung:
7.5