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Dead Man's Hand

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Gespannt, wie sich diese Schwächen in Xbox Live auswirken, wählen wir diese Option, aktivieren unser Konto und bekommen im Xbox Live Menü des Spiels einen Effekt, den man am ehesten mit dem trendigen Begriff „Monster Lag“ beschreiben kann. Das Anwählen eines Menüpunktes dauert ewig (wir reden hierbei von weit mehr als zehn Sekunden) und nicht selten erwischen wir das falsche Menü. Erprobt wurde dieses Phänomen auf zwei verschiedenen Konsolen, auf beiden gab es das gleiche Symptom. Dieser Umstand wiegt umso schlimmer, da die Xbox-Live-Modi von DMH gelungen sind, denn neben klassischem Deathmatch gibt es auch Last Man Standing Missionen und Coop Aufgaben. Witzig dabei: das eigentliche Spiel läuft in angenehmer Geschwindigkeit mit guter Sprachqualität, es gibt diese massiven Probleme nur im Menü. Was auch immer bei Atari da schiefgelaufen ist, sollte schnellstens per Patch ausgebügelt werden, denn wir testeten eine original-versiegelte Verkaufsversion. Was nützt mir ein tolles Auto (Xbox-Live-Modus), wenn ich kaum den Zündschlüssel umdrehen kann (das „ich bin lahmer als eine Schnecke“-Menü)? Vergeudetes Geld und auch Entwicklermühe! Dabei bietet der ehrspielermodus eine tolle - wenn auch arcadige - Alternative gegenüber der Weltkriegs- und SciFi-Shooter-Kost.
 
Wegen Schlamperei: DMH nur Schmalkost
Alles in allem macht Dead Man's Hand vieles richtig, aber essentielle Punkte falsch. Das übertriebene Auto Aiming in Verbindung mit der zappeligen Framerate macht aus dem Spiel leider allzu oft eine wilde Ballerei. Der Titel hat seine lichten Momente, was besonders am teilweise exzellenten, wenn auch linearen, Leveldesign, der sehr gelungenen Atmosphäre sowie dem Sound liegt. Gerade im Bereich der Soundkulisse ist Atari auf einem guten Weg, denn auch der zweite aktuelle Shooter der Franzosen, Shadow Ops: Red Mercury, bietet 3D Sound auf Referenzniveau. Die negativen Punkte machen DMH leider zu einem lediglich überdurchschnittlichen Spiel, obwohl definitiv mehr drin gewesen wäre. Was mit der Menüführung bei Xbox live passiert ist, weiß man wohl nur in der Qualitätskontroll-Abteilung von Atari. Es entsteht der Eindruck einer lieblosen PC-Konvertierung. Wer einen soliden Shooter mit Western Szenario sucht, greift (auch mangels Alternative) bei Dead Man's Hand zu. Alle anderen warten auf einen Release als Budget-Spiel oder geben das Geld für eine Klassik-Western-DVD-Kollektion aus.
 Autor:
Dirk Sandel
Testbericht
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Leserwertung:
7.5