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Dead or Alive 3

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Galantes Gameplay
Am wichtigsten bei einem Beat 'em Up ist das Gameplay. Hier trennen sich die Fraktionen doch sehr stark. Viele befürworten „Tekken“, andere „Virtua Fighter“ oder „Soul Calibur“. Dead or Alive 3 legt auf jeden Fall viel Wert auf temporeiches, ästhetisches Gameplay. Jeder Charakter hat seinen ganz eigenen Kampfstil. Jedoch ist keiner dieser Stile stärker als der andere. Die Balance der Charaktere ist hier sehr gut gelungen.
Die zum Teil riesigen Arenen bieten viele Gelegenheiten zum Ausweichen und Umherlaufen. Je nach Ort und Lage der Kämpfer wechseln sich die Moves auch ab. Führt man zum Beispiel einen Wurf neben einem Baum aus, so wuchtet der Kämpfer seinen Gegner mit dem Kopf voran gegen diesen. Steht der Gegner erhöht, so kann man seine Beine wegziehen. Die Flexibilität der Kämpfe hat Dead or Alive schon immer ausgezeichnet, aber vor allem im dritten Teil wurde sie stark verfeinert. Ebenso klassisch für Dead or Alive sind die so genannten Counter-Moves. Führt der Gegner einen Schlag oder Kick aus, kann man diesen mit ein wenig Übung nicht nur abblocken, sondern daraus direkt eine Gegenattacke starten. Damit wird all zu langen Kombos vor allem im Versus Mode vorgebeugt. Das freie Bewegen innerhalb der Stages ist auch ein wichtiger Punkt. Anders, als in bisherigen Beat 'em Ups, hat man nun wirklich das Gefühl, in einer 3dimensionalen Welt zu kämpfen. Ebenfalls zu erwähnen sind die typischen Ebenenwechsel. So gibt es einen Stage auf einem Berg, auf dem man die Gegner gleich mehrere Male die Klippen hinunterbefördern kann.

Geniale Grafik
Dead or Alive war bisher in jedem Teil ein besonderer Augenschmaus, das lässt sich nicht abstreiten. Vor allem Dead or Alive 3 hat starke Sprünge hingelegt. Die großen Stages sind unglaublich detailliert und bis ins kleinste Detail durchgearbeitet. Selbst auf physikalische Spielereien wurde nicht verzichtet. So gibt es unter anderem verformbaren Schnee, Wasser und Fenster, die je nach Aufprall jedes Mal unterschiedliche Glassplitter produzieren. Verschiedene Licht-, Schatten und Feuereffekte sorgen zusätzlich für eine dichte Kampfatmosphäre. Bemerkenswert ist, dass das Spiel dabei fast immer konstant mit 60 Frames läuft. Nach dem Absolvieren des Spieles mit dem jeweiligen Charakter kann man die wunderschön vorgerenderten Movies betrachten. Manche dieser erreichen schon die Qualität des "Final Fantasy"-Films. Kein Wunder, das Team hat schließlich ein 100 Kopf starkes Team an diese Sequenzen gesetzt.
 Autor:
Raphael Ringhandt
Testbericht
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Leserwertung:
8.8