Xbox » Tests » D » Deus Ex: Invisible War

Deus Ex: Invisible War

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Die Handtasche einer Frau.
Der normal denkende Mann hat sich mindestens ein Mal im Leben gefragt, ob Handtaschen von Frauen überhaupt einen Boden haben, denn der Inhalt einer gut sortierten Handtasche muss sich nicht vor dem Sortiment vom nächsten Supermarkt verstecken. Unsere kleine Alex D. scheint jedoch anderer Meinung zu sein und so wurde das Inventar, im Vergleich zum ersten Teil, verkleinert. Zwar belegen sowohl Raketenwerfer als auch Zigaretten den gleichen Platz im Inventar, doch dies tröstet nicht über den spärlichen Raum im Inventar hinweg. Eine weitere Rationalisierung hat beim Thema Munition stattgefunden: So hat der Fortschritt der Forschung es zustande gebracht alle Waffen mit einer Munitionsart zu beliefern. Im Klartext heißt es, dass es nur noch eine Art von Munition gibt. Damit der Spieler aber angehalten wird nicht nur die großen Waffen zu benutzen, ist der Munitionsverbrauch von Waffe zu Waffe verschieden. In der Not müsst ihr euch jedoch trotzdem auf eure Nahkampffähigkeiten verlassen. Wo wir aber grade bei Waffen sind: Auch hier wurden Änderungen vorgenommen. Die meisten Waffen haben eine zweite Feuerfunktion bekommen, die man sich oft schon im ersten Teil gewünscht hätte. So könnt ihr mit dem Bolzenschießer nicht nur eure Gegner betäuben, sondern auch Scheiben zerstören, ohne dass der Alarm ausgelöst wird. Es gibt aber auch durchschlagende Wirkung bei den sekundären Feuermodi. So könnt ihr mit der MG auch optional Tränengas verschießen, welches dem Gegner das Atmen erschwert. Im Endeffekt ist es beeindruckend, wie perfekt sich die neuen Elemente in das alte Gameplay von Deus Ex einpassen.
 
Tradition muss nicht immer gut sein.
Von einigen Sachen konnten sich die Entwickler jedoch nicht trennen, das sind zum Beispiel die ewigen Ladezeiten. Sobald ihr ein bestimmtes Areal verlasst, muss das Spiel erstmal neue Daten von der Disc laden. Dies stört den Spielfluss ungemein und muss beim heutigen Stand der Technik wirklich nicht mehr sein. Ein Punkt, der mir besonders am ersten Teil gefallen hat, war die Möglichkeit jederzeit die alten Gespräche nachlesen zu können - bei Deus Ex: Invisible War wurde dieses Feature fast ersatzlos gestrichen. Der Spieler des zweiten Teils kann nur noch kurze Missionsziele nachlesen und sich die wichtigsten Notizen anzeigen lassen, dafür ist zum Glück weiterhin die Möglichkeit vorhanden sich alte Bilder und Karten anschauen zu können. Dies führt auch gelegentlich zu Hängern im Spiel, denn wenn man einmal ein Gespräch nicht ganz verfolgt hat, fehlen einem oft wichtige Informationen um das nächste Ziel zu erreichen. Obwohl der Schwierigkeitsgrad eher tief anzusiedeln ist, sorgen ab und zu Orientierungsprobleme für einige Frustmomente.
 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
9.0