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Deus Ex: Invisible War

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Eine göttliche Physik-Engine.
Hier muss ich mich einfach mal outen. Ich bin ein absoluter Fan von genialen Physik-Engines. Im zweiten Teil von Deus Ex kann man eigentlich so gut wie alles nehmen, verschieben, rollen oder umfallen lassen. Wenn man einmal gesehen hat, wie ein Stapel Kisten physikalisch korrekt umstürzt, ist man im Bann dieser Engine gefangen. Es müssen aber gar nicht so „große“ Ereignisse sein, denn schon so kleine Sachen wie ein Besen, der umkippt, wenn man die Tür öffnet, tragen ihren Teil zum Spielgefühl bei. Das Einzige, das ein wenig unnatürlich aussieht, ist das umher werfen von Körpern. Diese verhalten sich oft noch wie Schaufensterpuppen, die man durch die Gegend kickt. Da wir aber zum Glück alle so gut erzogen sind, dass wir keine Freude dran empfinden, wenn wir Leichen durch die Gegend werfen, sollte es uns nicht weiter stören. Ansonsten ist die Grafik eher unspektakulär, sie sieht recht hübsch aus, stellt aber keine neuen Maßstäbe auf. Trotz der eher anspruchslosen Grafik, kommt es aber gelegentlich doch schon zu starken Rucklern, vor allem bei einem Feuergefecht mit drei oder mehr Gegnern gelangt die Xbox an ihre Grenzen.
 
Stimmen aus Hollywood.
Bei der deutschen Synchronisation hat sich Eidos ohne Zweifel Mühe gegeben. So wurden die deutschen Stimmen von Brad Pitt, Julia Robert, Kim Basinger und Co. verwendet. Die Qualität ist überdurchschnittlich gut und nur selten hat man das Gefühl, dass der Synchronsprecher nebenbei am Bügeln oder Putzen ist und nur lustlos ins Mikro stöhnt. Die Hintergrundmusik ist sehr dezent gehalten und ist fast nicht wahrnehmbar, dies soll aber absolut nicht negativ aufgefasst werden, eher im Gegenteil. Dazu passt sich die Musik auch noch der jeweiligen Situation an, was will man mehr?
 
Fazit
Ein Nachfolger, auf den alle gespannt gewartet haben. Was kann man nun abschließend noch sagen? Deus Ex: Invisible War setzt auf viele Sachen aus dem ersten Teil und ergänzt sie perfekt mit neuen Elementen, jedoch hinterlässt das nicht vorhandene Skillsystem und das kleine Inventar einen bitteren Nachgeschmack. Auch mit einer Spielzeit von knapp zwölf Stunden ist das Spiel nicht besonders lang. Dafür wird man in dieser Zeit wunderbar unterhalten. Fans vom ersten Teil werden jedoch garantiert auf ihre Kosten kommen und selbst Spieler, die den Vorgänger verpasst haben, sollten sich diese Perle nicht entgehen lassen.
 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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Leserwertung:
9.0