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Die Sims brechen aus

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Mama, ich werde Handmodel
Nun kann man also seinen Hintern auf den Roller schwingen und Muttern den Auspuff zeigen. Ab geht es zu Freunden, bei denen dann wieder andere Aufgaben auf einen warten. So wollen Freundschaften geschlossen, der Wert des Gebäudes gesteigert, Partys gefeiert und neue Karrierestufen erklommen werden. Sind die wichtigsten Ziele erreicht, geht's wieder ab auf den Roller - oder inzwischen gar ins Auto - und schon wird nochmals umgezogen. Das Positive daran ist, dass sich die unterschiedlichen Szenarien nicht nur optisch gut von einander unterscheiden. So wird man unter anderem ein Versuchslabor, einen Tanzclub oder eine schicke Galerie bewohnen, kommt ganz darauf an, welcher der sieben Karrieren man nachgeht. Man kann sich beispielsweise zum Filmstar hoch... arbeiten, eine Gaunerkarriere hinlegen oder ganz friedlich als Latrinenputzer beim Militär anfangen. Wer alle Gegenstände, die man kaufen und selbst platzieren darf, haben möchte, muss also alle Ziele erledigen. Wer einmal mehr Platz für seinen Einkaufswahn benötigt, kann übrigens auch auf Wunsch anbauen, abreißen, neu tapezieren oder was auch immer.

Spaß zu zweit?
Wer sich nicht dem Stress des Brich aus-Modus aussetzen will, kann sich auch im Freeplay-Modus eine Familie erschaffen oder eine vorgefertigte nehmen und diese beliebig lang beim Alltag begleiten. Mit dem X-Button kann man zwischen mehreren Sims hin und her schalten und so jeden einzelnen befehligen. Allerdings ist dieser Modus ein wenig lahm verglichen mit der eigentlichen Karriere.
Wer trotz aller Vorurteile auch im echten Leben so etwas ähnliches wie Freunde besitzt, kann sich immerhin noch mit einem Weiteren in die Welt der Sims begeben. Der Brich aus-Modus benötigt allerdings zwei gespeicherte Spielstände, die dann im Splitscreen gespielt werden, während man sich im Freeplay die Kontrolle über alle Sims teilt, ebenfalls via Split. Auf einen Online-Modus müssen Xbox-Besitzer leider verzichten - schließlich kommt das Spiel von EA.

Die Pizza kommt dann in vier Stunden
Was leider alle Modi gemeinsam haben, ist die etwas träge Einstellung aller Sims. Natürlich läuft die Zeit im Spiel schneller als in echt, die Charaktere bewegen sich aber dennoch in relativ normalem Tempo. Das bedeutet, dass der Sim zum Beispiel für den Weg auf die Straße eine halbe Stunde benötigt und auch ein Gang zum Klosett eine Stunde dauern kann. So wird man als Spieler ziemlich gejagt, da man kaum das erledigen kann, was mal nötig wäre. Morgens muss man duschen und auf Toilette, mit Glück bleibt einem dann noch etwas Zeit für ein mageres Frühstück im Stehen und schon geht's zur Arbeit. Von da zurück müsste man eigentlich schon wieder etwas essen, schaut aber lieber fern, um die Stimmung zu steigern. Danach ein kurzes Gespräch unter Freunden und schon fällt der Sim auch schon wieder in einen tiefen Schlaf. Das richtige Timing für Einladungen und Partys ist so schwer zu finden.
Allerdings kann man sich etwas Arbeit abnehmen lassen, indem man per Telefon täglich eine Putze antanzen lässt, die für einen aufräumt. Auch Reparatur- und Essensdienste können angefordert werden.

 Autor:
Tobias Prinz
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