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Driv3r

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Das bedeutet aber nicht, dass einem stets der selbe Auftragsbrei vor die Füße gerotzt wird. Abwechslung gibt es definitiv, indem mal eine Bombe auf der Ladeklappe des Wagens liegt, die natürlich bei unsachgemäßer Behandlung das arme Gefährt in Stücke reißt, oder es müssen Autos geklaut und in einen fahrenden Lastwagen verfrachtet werden. Des weiteren gibt es Missionen im Lastwagen oder auf hoher See zu bestreiten, wenn ein Luxusschipper in die Luft gejagt werden soll. Man kann also in allen möglichen Vehikeln Platz nehmen: PKW, Laster, Motorrad, Schnell- oder Fischerboot, alles was einen Motor hat und den Boden nicht verlässt, ist quasi verpflichtet unserem Helden herzuhalten.

Stadtgeflüster
Im Laufe des Spiels verlässt man Miami bereits wieder recht schnell und begibt sich in Teile der Erde, die ohnehin viel angenehmer sind: Europa. Zunächst durch Nizza an der französischen Küste entlang und später dann in die schmuddeligen Gassen Istanbuls. Alle drei Städte wurden dank spaßiger Ausflüge der Entwickler samt Fotos und Karten nachgebaut und ersetzen somit den jährlichen Zwangsurlaub außerhalb Deutschlands. Damit sammelt Dri3r schon mal Pluspunkte.
Auch wenn man in den Missionen stets seinem Radar zu folgen und oft auch keine Zeit für Erkundungstouren hat, gibt es hier einiges zu entdecken. Freude also, dass man auch im dafür vorgesehen Modus ganz ohne Ziele durch die Städte fahren darf. Hier kann man dann wirklich alle Ecken in Ruhe erkundschaften, sich das Vehikel seiner Wahl schnappen und für Aufruhr unter der Bevölkerung sorgen. Versteckte Autos warten auch darauf, gefunden zu werden.
Dennoch ist es schade, dass einem im eigentlichen Spiel kaum Gelegenheiten bieten, die Stadt selbstständig unsicher zu machen.

Panzerpolizei
Zusätzlich gibt es noch Fahrspiele zu absolvieren, wenn man Lust hat. Hier gilt es dann, Hütchen umzufahren, ein Checkpoint-Rennen zu bestreiten, einen Gegner während der Autofahrt zu beschießen oder der Polizei davon zu rasen. Besonders letzteres vermiest einem den Spielspaß aber schon von sich aus. Zum einen dadurch, dass die Polizei - auch im Undercover Modus - über einen hervorragenden Radarblick verfügt. Man kann sich auf einem Innenhof verstecken, wird aber von einem Polizeiauto entdeckt, obwohl eine Häuserwand dazwischen ist. Selbst wenn man auf einer Brücke über die Polizei fährt, hat man die Kerle im Nacken. Zudem verfügen sie über Karren mit F1-Beschleunigung und der Kraft eines Panzers, was den Spielspaß schnell nach unten treibt.
Alles in allem sind die Fahrspiele eine kurze Zeit lustig, aber keinesfalls für Langzeitmotivation sorgend.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
6.5