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Driv3r

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Hopp und Toppmöller
Schon viel zu viel gesagt, ohne auf die Steuerung zu sprechen zu kommen. Sitzt man am Steuer eines Fahrzeugs, ist diese sehr gut geraten. Die Mobile lassen sich gut um die Kurven lenken, mit der Handbremse sind auch enge Abzweigungen kaum ein Problem. Doch sobald man aus dem Auto aussteigt, wird man mit der etwas hakeligen Steuerung Tanners selbst penetriert. Besonders in engen Gängen oder auf Treppen stört die nervöse Kamera und der voreilig agierende Hauptcharakter. Schussgefechte werden mit rot aufblinkendem Fadenkreuz erleichtert. Durch die nicht optimale Steuerung verlieren die Fußabschnitte einer Mission aber deutlich an Reiz.
Auch die Gegner verhalten sich nicht immer wie gewünscht. Zwar suchen sie häufig Deckung, doch kann man sich so an eine Ecke stellen, dass man sie in aller Ruhe aufs Korn nehmen kann, ohne dass sie reagieren. Auch wenn der Typ neben ihnen gerade gründlich ausblutet.

Steven hat ausgedient!
Schon horchen die Splatter-Fans auf: "Ahh, Blut hat er gesagt! Lechz!" Nein, Schluss damit. Es fließt kein Blut, auch Köpfe fliegen nicht durch die Gegend. Nicht mal Arme. Dafür kommen Hobby-Regisseure voll auf ihre Kosten. Nicht nur, dass man mit der schwarzen Taste die Thrill-Cam aktivieren kann, welche das Geschehen aus einer anderen Perspektive in Zeitlupe zeigt, nach einer Mission kann man selbige auch im Filmstudio nochmals in Szene setzen. In der Wiederholung kann man nämlich selbstständig die Kamera verändern, vorbestimmte Perspektiven wählen, heranzoomen oder die Laufgeschwindigkeit verändern. So kann man Verfolgungsjagden noch actionreicher aussehen lassen und spektakuläre Szenen ebenso spektakulär zeigen. Ein besonderes Plus gibt es dafür, dass die gespeicherten Replays via Xbox Live ausgetauscht werden können.

Fruste mit Kruste
Noch immer nicht fertig? Nein, denn Driv3r hat neben reichlich Autos, drei Städten und Frauen in knappen Bikinis auch Frust zu bieten. Beispiel? Verfolgungsjagd, du hängst seit fünf Minuten an deinem Erzfeind und zerschießt ihm die Rücklichter. Dann um die Kurve und... man bleibt mit dem linken Blinker an einem dämlichen Laternenmast hängen. Zeit den Fehler auszubügeln? Fehlanzeige, sofort ist der Schurke davon und man kann noch mal beginnen. Zweites Beispiel? Zehn Minuten Schießerei über Häuserdächern, man kommt hinunter, möchte mit dem Auto abhauen und selbiges legt sich aufs Dach, Ende. Vielleicht schafft man es noch heraus, hat dann aber kein Vehikel und wird zerschossen. Sowas müsste nicht sein, gehört aber leider bei Driv3r dazu.
Genauso wie ein paar Bugs. Gerne bleibt Tanner irgendwo hängen oder bricht sich alle Knochen, wenn man versucht, aus dem Boot auszusteigen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
6.5