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Driv3r

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Die Technik, die Technik...
So, wir neigen uns dem Ende zu. Man merkt schon, GANZ der Tophit ist wohl nicht mehr drin. Aber noch ein paar Worte zur Technik: Die Stimmung wird sehr nett rübergebracht, dadurch dass die Texturen den Original-Schauplätzen so genau nachempfunden wurden. Die totale Freiheit in der Stadt müssen Xboxler aber mit unschönen Popups, kantigen Charakteren, und leichtem Kantenflimmern bezahlen. Alles nicht das Drama, schlimmer sind da die massiven Slowdowns. Diese treten besonders bei heißen Jagden durch enge Gassen auf. Wer da nicht in die Ego-Ansicht schaltet, wird kaum durch die Kurven kommen. Ansonsten ginge Driv3r als "realistischere" Variante als GTA durch, zumal auch die Automodelle samt aufwändigem Schadensmodell überzeugen können.
Der Sound ist etwas zweischneidig. Die deutsche Sprachausgabe ist ziemlich lasch ausgefallen und kann nicht mit den Hochkarätern des englischen Originals mithalten. Die Musik während der Mission schwankt zwischen gut und nervig, dafür retten die guten Motorensounds aber wieder etwas.

Fazit
Yeah, wir sind am Ende. Wie könnte man Driv3r also in einem Satz beschreiben? Gute Actionraserei mit viel verschenktem Potenzial? Harter Hitkandidat, den wir lieber erst Weihnachten gehabt hätten? Irgendwo da liegt die richtige Antwort. Driv3r macht vieles gut, ist spannend, bietet abwechslungsreiche Missionen und eine nette Präsentation. Vieles aber auch hätte einfach noch etwas Feinschliff benötigt. Es stören die schwächelnde Technik, die ungenaue Steuerung von Tanner und die teilweise unfair wirkenden Missionsabläufe. Aus dem Grund wird es Leute geben, die das Spiel mit Begeisterung durchspielen, aber auch einige, die einfach nicht mit den Mängeln leben wollen. Anspielen ist vor dem Kauf Pflicht!

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
6.5