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Dynasty Warriors 3

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Quantität statt Qualität
Der Held ist natürlich nicht unbesiegbar, auch wenn die Gegner, welche meist mit der Intelligenz eines Toastbrots gesegnet sind und durch Heldenhand wie faules Obst zu Boden stürzen, beizeiten einen anderen Eindruck vermitteln. Wenn sich der Spieler zum ersten Mal ins Getümmel stürzt und sich klingenschwingend zum Obermotz durchkämpfen will, wird er feststellen, dass die Truppen, welche ihm zur Seite gestellt wurden, durchaus Sinn machen. Die Widersacher handeln nach dem "Gemeinsam sind wir stark" - Prinzip; wer nicht mit Bedacht mit seinen Truppen gegen die Gegner vorstößt, wird schneller unter den Gegnermassen begraben werden, als ihm lieb ist. Falls es aber trotzdem dann und wann an Lebensenergie mangelt, kann man sich durch das eine oder andere Power-Up regenerieren, welches hier und da von einem gefallenen Gegner zurückgelassen wird. Neben diesen Power-Ups gibt es noch weitere Waffen oder Gegenstände zu finden, welche im weiteren Spielverlauf von Nutzen sein werden.
Ist man des ständigen Umherlaufens überdrüssig geworden, hat man die Möglichkeit, einen heranstürmenden Pferde- oder Elefantenreiter von seinem Reittier zu reißen, um es sich selbst auf höherer Position bequem zu machen und die eigenen Reihen mit dem gerade erworbenen, laufenden Untersatz zu unterstützen. Damit man sich aber auch im Kampf von den normalen Fußtruppen unterscheidet, verfügt der Protagonist neben den einfachen Attacken über den sogenannten Musou-Angriff. Durch das Niederstrecken der Gegner lädt sich eine Balkenanzeige auf. Ist diese gefüllt, erlegt der Spieler im Wahn mit einer Superattacke alles, was ihm vor die Klinge kommt. Ferner hat man noch die Möglichkeit, auf springende Art und Weise eher unkonventionell das Schlachtfeld unsicher zu machen.

Grafik aus vorchristlichen Zeiten
Gibt es neben der epischen Handlung und den Massenschlachten noch andere Dinge, die wichtig erscheinen? Wenn man sich das Spiel genauer ansieht, wahrscheinlich nicht. Alles spricht dafür, dass man sich wohl nur auf den reinen Kampf konzentrieren soll. Neben den fehlenden Rätseleinlagen lassen sich ebenso wenig interaktive Gegenstände auf dem Schlachtfeld finden. Städte, welche es dann und wann zu sehen gibt, präsentieren sich von ihrer einfachsten Seite. Die Bodentextur erstreckt sich immerfort im gleichen Stil und dicke Nebelwände schränken die Weitsicht ein. Deswegen sind auch immer nur kleine Gruppen der Gegnerhundertschaften auf dem Bildschirm zu erkennen. Diese sind dafür gut animiert und können sich sehen lassen. Immerhin tragen einige Lichteffekte sowie die - im Gegensatz zur Spielgrafik - sehenswerten Zwischensequenzen dazu bei, dass das Auge nicht komplett mit grafischem Einerlei ermüdet wird.

 Autor:
Benjamin Schneider
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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