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ESPN NHL Hockey

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Gibs mir hart
Ein leidiges Thema bei der Sega Sport Serie war schon immer der Schwierigkeitsgrad, leider hat Sega hier wieder auf ihr altes System gesetzt. Es gibt fünf verschiedene Schwierigkeitsgrade. Diese schwanken zwischen "Ich kann nicht Schlichtschuh fahren" bis hin zu "Ich weiß eh immer, in welche Ecke du schießt"… Der Unterschied zwischen einfachstem und schwerstem Schwierigkeitsgrad ist leider so ernorm, dass drei Zwischenstufen einfach nicht ausreichen. Gehen die Spiele auf den ersten beiden Stufen noch recht hoch aus und liegt das Ergebnis meist im zweistelligen Bereich, so enden die Spiele auf spätere Stufen meist mit einem 0:0. Die meisten Auswirkungen hat der Schwierigkeitsgrad ganz klar auf den Torwart. So könnt ihr ihn auf den einfachen Stufen immer nach dem gleichen Prinzip austricksen und so in einem Spiel mal gut 50 oder 60 Tore schießen. Dagegen ist der Torwart auf den hohen Stufen ein echtes Monster und scheint jede eurer Bewegungen voraus zu ahnen. Da ist es kein Wunder, dass Tore später nur noch eine reine Glückssache sind.

Für Augen und Ohren
Grafisch ist ESPN NHL 2004 ganz klar einsame Spitze. Eine wunderschöne spiegelnde Eisfläche, welche im späteren Spiel immer mehr an Glanz abnimmt, bis sie nur noch eine abgefahrene und stumpfe Fläche ist. Ein ganz großes Lob kann man auch für die Bewegung der Spieler aussprechen, denn hier wirkt das Spielfeld wirklich lebendig. Wenn man dann mal einen Blick auf die Gesichter der Spiele wirft, dann fragt man sich wirklich, ob die fotorealistische Zeit schon angebrochen ist, denn selten wurden so detailliert Gesichter dargestellt, wie im neusten Spiel aus dem Hause Sega.
Bei der Soundkulisse kann man geteilter Meinung sein. Die Kommentatoren sind durchgehend sehr gut und nur das öftere Wiederholen mancher Sprüche wirkt sich negativ aus. Die Atmosphäre in der Halle passt sich dem Geschehen auf dem Platz gut an, jedoch wirkt sie viel zu leise und zurückhaltend. Man hat selbst bei sehr spannenden Spielen das Gefühl, das Publikum sei gelangweilt.

Online
Oweih, Sega, Oweih was hast du uns da nur vorgesetzt. Mal wieder können wir Europäer nicht mit den amerikanischen Kollegen spielen, die lapidare Ausrede von Sega "50 und 60h können nicht gegeneinander spielen". Komisch, dass andere Spiele es schaffen… Somit darf man sich online auf bis zu 30 Minuten Wartezeit vorbereiten und wer außerhalb der Prime-Time spielen möchte, kann wohl froh sein, wenn er überhaupt einen Gegner findet. Ein weiteres Rätsel ist die Ladder. So war ich gestern Abend ungeschlagen auf dem 40. Platz der Ladder. Das nächste Spiel verlor ich Haushoch mit 3:8 und was passierte? Ich war auf einmal Platz 25. Eine Ladder, bei der man mit einer Niederlage aufsteigt? Es scheint auf jedenfall ein sehr komisches System zu sein, nachdem die Ladder arbeitet. Die Sprachqualität war akzeptabel, wie bei den meisten Xbox Live Spielen und auch die Verbindungen zu den anderen Spielern waren meist ausreichend. Des weiteren ist das Spiel auch für Downloadcontent verbreitet und so können auch die Mannschaftsdaten immer auf den aktuellen Stand gehalten werden.

 Autor:
Carlos Rebo
Testbericht
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Leserwertung:
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