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Fight Club

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 Spiel-Infos: Fight Club
 Boxart Name: Fight Club ()
Entwickler:
Publisher:
Erhältlich ab: TA. Januar
Genre:
Spieler: 1 - 2
Features:
Xbox live, Systemlink
Vier Jahre ist es her, dass der Film "Fight Club" Scharen von Kinobesuchern begeisterte. Jetzt endlich ist die Konsolenumsetzung erschienen, und ihr könnt bei uns lesen, ob das Prügeln über den Xbox-Controller genauso viel Spaß bereitet, wie sich den Film anzusehen.
 
Welcome to Fight Club
Zu Beginn darf der Spieler zwischen folgenden Modi wählen: dem Story-Modus, welcher für die richtigen Fans wohl am interessantesten sein dürfte, dem Trainings-, Arcade- und dem Überlebens-Modus. Hartgesottene Fans, die sich voller Freude in den Story-Modus stürzen und auf eine gelungene Kombination aus Film und schickem Beat’em Up hoffen, erleben schon gleich die erste Enttäuschung. Sierra tischt uns eine neue Storyline auf, welche mit dem Leinwandvorbild nur entfernt etwas zu tun hat. In die Rolle eines neuen Charakters geschlüpft und auf der Suche nach Tyler Durden wandert man von Schauplatz zu Schauplatz und liefert sich blutige Fights in für Beat'em Ups üblicher Seitenansicht. Bis die Energie alle ist. Fertig!
Die Charaktere sind allesamt aus dem David-Fincher-Streifen bekannt. Zu alledem wird die umgeschriebene Story durch langweilige Zwischensequenzen oder besser gesagt aneinander gereihten Bildern erzählt. Doch da hier aber nicht einmal Kernbestandteile der Story genannt werden, hat man arge Probleme, die Geschichte überhaupt nachzuvollziehen. Für Menschen, die das Filmvorbild nicht kennen sollten, ist diese Sequel-Story gleich vollkommen wertlos.
 
Was weißt du über Dich, wenn du Dich nie geprügelt hast?
Dabei ist das "Kern-Spiel" gar nicht so in die Hose gegangen wie die Story-Konstruktion. Im Kampf stehen euch vier Buttons für den Angriff zur Verfügung. Zwei für Schläge und zwei für Tritte, wobei hier wie üblich noch mal in normale und harte Angriffe unterteilt wird. Wie ebenfalls gewohnt findet ihr im Pausen-Menü eine Combo-Liste vor. Doch wieso könnt ihr diese nur im Trainings-Modus aufrufen? Im weiteren Spiel bleibt euch diese Option verwehrt. Also müsst ihr entweder ein gutes Gedächtnis vorweisen oder immer wieder im Trainings-Modus nachlesen. Um die Combos dann gut geübt auszuprobieren, stehen euch bereits zu Beginn zehn Charaktere zur Auswahl. Auch könnt ihr vier weitere Player freispielen - darunter zum Beispiel Limp-Bizkit-Frontmann Fred Durst. Jeder Spieler ist einem von nur insgesamt drei Kampfstilen zugeordnet. Doch leider spielen sich alle Charaktere eines Stils gleich. So gesehen gibt es nur drei Charaktere, welche sich lediglich in ihrem Aussehen von einander unterscheiden. Selbst Animationen wie Verlierer- und Siegerposen weichen nicht von einander ab.
 
Break your fucking face tonight!
Grafisch macht das Spiel einen überzeugenden Eindruck. Die Fights finden an 14 originalgetreuen Film-Schauplätzen statt und es wird eine herrlich düstere Atmosphäre erzeugt. Wie auch in Electronic Arts' Fight Night bekommt man gut demolierte Visagen zu bestaunen, wenn man seinem Gegenüber ordentlich eins vor die Fresse haut. Spendet der Gegner einmal unfreiwillig Blut durch die Nase, laufen Spritzer auch schon mal an der "Kamera" herunter. Aber Vorsicht! Selbst ist man natürlich auch keines Falls unverwundbar.
Ist der Gegner unter die magische 25 Prozent Hürde geprügelt, zeigt der Energiestatus des Kontrahenten an, dass es langsam Zeit wird, richtig zu zuschlagen. In einem wirklich verdammt cool visualisierten Röntgen-Look bekommt ihr aus verschiedenen Einstellungen und in Zeitlupe Knochenbrüche präsentiert. Diese lädierten Körperteile können von nun an im Fight nicht mehr benutzt werden.
 
 Autor:
Marius Böhm
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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