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Fight Club

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Bau dir einen
Sollte man mal keine Lust mehr auf die zur Wahl stehenden Kämpfer haben, darf man sich in einem Baukasten als Charakter-Designer betätigen. Nachdem die Entscheidung für einen der drei Kampfstile gefallen ist, steht erst einmal eine modische Frisur, genehme Hautfarbe und ansprechende Statur zur Wahl. Aschließend werden via Punktesystem die Attribute des Kämpfers festgelegt, etwa Schnelligkeit oder Stärke von Schlägen und Tritten. Online besteht sogar die Möglichkeit, den Player zu trainieren und die Attribute weiter auszubauen. Doch ähneln sich auch im Online-Modus die Kämpfer durch die Stil-Begrenzung sehr. Die Langzeitmotivation wird allenfalls daduch verlängert, dass auf Verlangen auf so genannte Hardcore-Charaktere zurückgegriffen werden kann. Diese Artgenossen stecken bedeutend mehr ein als die anderen Prügelknaben und müssen sich im Gegensatz zu den "normalen" Kämpfern erst nach mehreren Knochenbrüchen zur Ruhe setzen.
 
Fazit
Was hätte man aus einem Film wie Fight Club schon anderes machen sollen, als ein derbes Beat’em Up? Hübsch verpackt in eine Story, die der Genialität des Film-Vorbildes zumindest nahe kommt. Doch genau da liegen die Schwächen des Fight-Club-Spiels. Fans des Streifens müssen sich geneppt fühlen, die ohnehin schon dünne und extrem kurze(!) Rahmenhandlung auch noch mittels traurigen Slideshow-Zwischensequenzen erzählt zu bekommen. Auch ist der Prügler an sich nicht herausragend gut gelungen, wie es jedoch allemal angemessen gewesen wäre.
Auf der Habenseite befindet sich die Originalmusik aus dem Film - etwa die Tracks der Dust Brothers - und die richtigen Namen der Leinwand-Charaktere. Doch wird die Musik trotzdem verdammt schnell eintönig. Und auch wenn wir die original getreuen Namen haben, so ist nicht einmal eine Pixel-Umsetzung des Fight-Club-Hauptdarstellers Brad Pitt implementiert worden. Die Grafik sieht zwar gelungen aus, der Röntgen-Look und die Echtzeit-Verletzungen machen Spaß. Doch macht beides die Schwächen nicht wett. Was bleibt, ist ein 08/15 Beat'em Up. Eine große Enttäuschung. Schade um die vergeudete Lizenz!
 
 Autor:
Marius Böhm
Testbericht
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Leserwertung:
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