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Flat Out

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 Spiel-Infos: Flat Out
 Boxart Name: Flat Out ()
Entwickler:
Publisher:
Erhältlich ab: TA. Januar
Genre:
Spieler: 1 - 8
Features:
Xbox live
Crash, Boom, Bang! Eigentlich bräuchte es nicht mehr Worte, um Flat Out zu beschreiben. Das furiose Rennspiel bietet Action in bester Destruction Derby Manier. Aber erreicht es auch die Qualität der kultigen Vorgänger? Wir haben die Off Road Reifen angeschraubt und das Spiel für euch getestet. Gentlemen, start your Engines!

Sperrmüll für alle
Auf den ersten Blick wirkt Flat Out wie eine actionlastige Rallye-Simulation nach altbekanntem Konzept. – Ihr erstellt zu Beginn des Spiels euer Profil und wählt zwischen einem schnellen Spiel, einem Rennen gegen die Zeit und natürlich der Karriere. Dieser Modus bietet euch 36 Rennen in 3 verschiedenen Stufen ohne lästigen Storyballast oder aufwändige Zwischensequenzen. Nach der Wahl des Autos, im Laufe des Spiels werden insgesamt 15 verfügbar, die sich mit diversen Bauteilen aufrüsten lassen, geht es los. Spätestens jetzt wird klar: Flat Out ist mehr als ein simpler Arcade Renner. Trotz der leichteren von zwei wählbaren Steuerungsvarianten verlangt euch das Spiel einiges ab, um die Rennen zu meistern, denn es muss zumindest ein dritter Platz erreicht werden, um die nächsten Strecken freizuschalten. Aber erst die Physikengine verleiht dem Spiel die richtige Würze. Neben den bis auf das Fahrgestell zerlegbaren Fahrzeugen bietet Flat Out eine komplett zerstörbare Umgebung. Im Prinzip ist das nichts Neues. Aber die Programmierer schaffen es, die Physikengine eine Stufe weiter zu pushen, als die Konkurrenz. Denn jeder Gegenstand, egal ob Haus, Werbeschild oder Absperrhut, verhält sich physikalisch korrekt. Und das auch durchgängig während des gesamten Rennens. So bleiben sämtliche Gegenstände auf der Strecke liegen und warten darauf, vom nächsten unvorsichtigen Fahrer gerammt zu werden. Deshalb ist es oftmals die beste Wahl, erst einmal möglichst viel Sperrmüll zu produzieren, denn neben Problemen für die 7 Konkurrenten verhilft euch jeder Crash zu einer gefüllten Turbo Leiste und Geld.

Nichts für schwache Nerven
Vorsicht ist dennoch angesagt! Denn all zu heftige Unfälle lassen eueren Fahrer (in Deutschland aus bekannten Gründen durch einen Dummie ersetzt) durch die Windschutzscheibe fliegen, was immer einige Sekunden kostet. Die sechs verschiedenen Streckenszenarien sind abwechslungsreich und reichen von Baugruben über Städte bis hin zu Schneerennen, wobei sich die verschiedenen Fahrbahnbeläge recht Eindrucksvoll auf das Fahrverhalten auswirken. Mit Vollgas übers Eis? Dann doch besser vorsichtig aufs Gas und die Abkürzugen nutzen, von denen es im Spiel reichlich gibt! Mal kürzt die Fahrt durch einen Zaun eine Schikane ab, dann bringt der wagemutige Sprung über eine Rampe die nötigen Sekunden oder die Fahrt unter einem Sattelschlepper Nervenkitzel.
Das Spiel besteht in wesentlichen Teilen daraus, eben diese Abkürzungen zu finden und optimal zu nutzen, denn auf normale Art sind euere Gegner nur schwer zu schlagen, obwohl diese durchaus auch spektakuläre Crashs produzieren. Überhaupt ist die Gegner KI in Ordnung: Gleichwohl setzt sie keine Maßstäbe. Zwar reagieren die Fahrer gut auf die Veränderungen der Strecke und wählen durchaus auch eine andere Linie, wenn ein Hindernis im Weg liegt. Abkürzungen oder taktische „jetzt lade ich den Turbo auf“ Crashs gehören aber nicht zu den gegnerischen Stärken. Leider wirkt sich die Zerstörung der nicht auf das Fahrverhalten aus und die Gegner krachen euch mit Vorliebe in die Karre, was durchaus für Frustmomente sorgt. Die Wahl der Abkürzungen ist leider nicht gänzlich frei, an einigen, seltenen Stellen werdet Ihr unsanft auf die Strecke zurückgesetzt. Manchmal hilft aber auch nur der Druck auf die weiße Taste um euch wieder auf die Strecke in Position zu bringen.
 
 Autor:
Dirk Sandel
Testbericht
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Leserwertung:
-