Xbox » Tests » F » Flat Out

Flat Out

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
 
Spektakulär schön, aber nicht immer
Grafisch holen die Finnen viel aus der Xbox heraus. Hochaufgelöste Texturen, ordentliche Weitsicht und künstlerisch toll gestaltete Strecken erfreuen das Auge. Die Framerate bleibt auch bei hohem Gegner- und Schrott-Aufkommen erfreulich stabil. Störend wirken der verstärkte Einsatz von Blur Effekten im Hintergrund, was der Übersicht nicht immer dienlich ist, sowie das Fehlen von Wettereinflüssen oder Tageszeiten. Auch hätten es mehr als drei Kameraansichten sein dürfen, denn die spektakuläre Präsentation hätte mehr als eine Innenperspektive und eine nahe sowie ferne Außenansicht verdient. Leider fehlt es den Szenarien an Leben, alle haben einen recht sterilen Touch. Animationen in der Umgebung sucht man beispielsweise vergebens. In Sachen Präsentation passierte dann aber der größte Lapsus: die vollkommen verkorkste Zeitlupe nach dem Rennen. Gerade ein Spiel mit solch spektakulären Szenen will man im Nachhinein genießen. Aber bei Flat Out können weder zu betrachtetes Auto noch Kameraperspektive gewählt werden, mit der Folge, dass die schönsten Aktionen gar nicht zu sehen sind. Hätte Flat Out die Replay-Vielfalt eines Gran Tourismo, dann würde ich wohl zum grossteil nur Replays betrachten. So aber klickt man diese schnell weg. Auch eine Speichermöglichkeit für die Wiederholungen fehlt. Warum hier soviel Potential verschenkt wurde weiß wohl nur Bugbear.
In Sachen Sound wird harte Rockmusik von lizenzierten Bands geboten. Dies ist zwar thematisch passend, dennoch vermisst man die Option, mit der eigene Soundtracks gehört werden können. Die Dolby-Digital-Unterstützung ist solide, wobei die Soundeffekte ein wenig knackiger hätten sein können.

Flieg Dummie, flieg
Neben den normalen Spielmodi bietet Flat Out besonderen Minispiele und Xbox Live Support. Die Minigames gliedern sich in zwei Kategorien. Die Variante, in der es primär um das Auto geht (wer überlegt am längsten auf einem Oval oder einem Crashkurs) ist spaßig, wird aber von der Spielart mit euerem Fahrer als Star noch getoppt. Durch geschicktes Fahren erzielt Ihr Rekorde im Dummie Hoch- bzw. Weitschuss, Kegeln und Darts sowie einigen weiteren Varianten. Besonders mit mehreren Mitspielern ein Mordsspaß. Überhaupt gibt sich das Programm recht gesellig, Zwei- oder Vierspieler-Splitscreen, System Link und Xbox Live regen zur fröhlichen Zockerrunde an.

Mit Xbox Live auf Käferjagd
Im Xbox-Live-Modus sind Rennen mit bis zu acht Spielern möglich. Dabei können alle Rennstrecken und Fahrzeuge gespielt werden, die Bonusspiele aber leider nicht, obwohl diese mit den größten Spaßfaktor bieten. Habt Ihr ein Onlinespiel gefunden, so läuft das Spiel lagfrei und mit exzellenter Sprachqualität. Leider ist die derzeitige Version von gelegentlichen Bugs gequält, was sich in üblen Totalabstürzen und Hängern und dem Ausscheiden aus Spielen äußert. Dies gilt allerdings nur für das Online Spiel. Schade, denn Online ist Flat Out hervorragend und menschliche Gegner durch nichts zu ersetzen. So ist von dem harten Rennen um jede Sekunde bis hin zum gemütlichen Fachsimplen um Kurven und Schanzen alles drin. CPU-Kontrahenten gibt es allerdings keine, dafür Statistiken und Bestenlisten. Hoffentlich schiebt Bugbear bald den (versprochenen) Patch hinterher, denn ansonsten wird Flat Out aufgrund der Online-Bugs schnell im Nirwana der Xbox-Live-Spiele versinken, was vom Spielspaß her allerdings sehr schade wäre.
 
 Autor:
Dirk Sandel
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-