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Fluch der Karibik

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 Spiel-Infos: Fluch der Karibik
Fluch der Karibik Boxart Name: Fluch der Karibik (PAl)
Entwickler: Bethesda Softworks
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 04. September 2003
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
DD5.1

Videospielumsetzungen von Filmen gibt es wie Sand am Meer. Fast jede halbwegs lukrativ scheinende Lizenz wird von den Entwicklern mit Wohlwollen ausgeschlachtet und in ein meist mäßiges Spiel umgewandelt. So kam es auch, dass das fast fertige Piratenabenteuer Sea Dogs 2 des russischen Entwicklers Akella kurzerhand mit der Fluch der Karibik Lizenz versehen wurde. Anders als bei den meisten auf Filmlizenzen aufbauenden Spielen, hält Fluch der Karibik jedoch gebührenden Abstand vom Leinwandspektakel - man kann weder in die Rolle von Jack Sparrow aka Jonny Depp schlüpfen, noch den Originalplot nachspielen.

Auf in die Schlacht
Schauplatz des Spieles ist wie der Name schon sagt die Karibik, beziehungsweise sieben Inseln und das umliegende Meer, um deren Vorherrschaft sich die Kolonialmächte England, Frankreich, Holland, Spanien und Portugal buhlen. Als Nachwuchskapitän Nathaniel Hawk kommt ihr mit eurem Schiff in der britischen Kolonie Oxbay an. Nach einem kurzen Tutorial, bei dem ihr in die Grundlagen der (Kampf-)Steuerung eingeführt werdet, könnt ihr dann das kleine Städtchen auf eigene Faust erkunden und die auf eurem Schiff geladenen Waren loswerden.
Doch kurz nachdem ihr wieder abgelegt seid, bricht die Hölle in Form französischer Invasoren über der beschaulichen Kolonie los. In letzter Sekunde entkommt ihr den riesigen Schlachtschiffen - und damit fängt euer Abenteuer erst richtig an.

Grundsätzlich lässt sich das Spiel in zwei verschiedene Parts aufteilen: Die missionsbasierten Landgänge, die an Rollenspielkollegen wie Morrowind erinnern und die Seefahrten.
Bei Ersterem streift ihr wahlweise in Ego- oder 3rd Person Perspektive durch die Inseln und Städte, meist darauf bedacht, einen neuen Auftraggeber zu finden oder seine derzeitige Mission auszuführen. So spioniert ihr zum Beispiel im Auftrag des britischen Empires die französischen Besatzer in Oxbay aus, findet verschwundene Kontaktmänner oder befreit einen alten Freund aus dem Gefängnis. Zudem gibt es noch viele kleiner Subquests zu erledigen. Alle wichtigen Informationen sowie eure Fortschritte werden dabei ähnlich Shenmue in einem Tagebuch notiert.

Wie bei Rollenspielen üblich, werden sich euch früher oder später Gegner in den Weg stellen und euch zum Kampf fordern, seien es nun feindliche Soldaten, Banditen, die euch an die Geldbörse wollen, oder die aus dem Film bekannten Skelettpiraten. Dann bleibt euch nichts anderes übrig, als den Säbel zu zücken und euch mit ihnen zu duellieren. Die Kämpfe finden in Echtzeit statt und könnten simpler nicht sein. Lediglich eine Schlagvariante steht euch neben einem Block und einem Ausfallschritt zur Verfügung. Zudem könnt ihr euer Gegenüber mit einer antiken Pistole beharken. Diese fasst allerdings zu Anfang nur eine Kugel und ist aufgrund langer Ladezeiten deshalb für den ganzen Kampf gänzlich ungeeignet. Sie ist am besten dazu zu gebrauchen, dem Gegner bevor es in den Nahkampf geht, schon mal etwas Energie zu entreißen. Diese wird beim Gegenüber mittels einer Zahl dargestellt, während euer Gesundheitszustand durch eine rote Leiste anzeigt wird. Diese ist gerade zu Anfang viel zu schnell leer, da man weder eine Party besitzt und somit oft in Unterzahl kämpfen muss, noch genug Erfahrung hat. Nach jedem Levelsprung lassen sich nämlich Fähigkeiten wie Nahkampf, Segeln, aber auch Handeln und Glück verbessern. Auch kann man eine besondere Eigenschaft wie verbesserte Verteidigung oder schnelles Entern erlernen.

 Autor:
Simon Joost
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Leserwertung:
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