Xbox » Tests » F » Fluch der Karibik

Fluch der Karibik

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...

Allerdings gibt es nicht nur Positives über die Technik zu berichten. So kommt es bei Landgängen sehr oft zu deutlichen Einbrüchen in der Framerate. Zudem muss das Spiel besonders in den Städten oft und relativ lange nachladen, was den Spielfluss teilweise extrem ins Stocken bringt. Die Animationen der recht detailreichen Charaktermodelle sind zudem nur Durchschnitt, genauso wie die extrem seltenen FMVs.

Vom Sound her ist Fluch der Karibik solide. Die Musik wird dem Piratensetting zwar absolut gerecht und trägt seinen Teil zur Atmosphäre bei, allerdings zieht die "Sprachausgabe" das Ganze weit hinab. Diese besteht lediglich aus einem einzelnen Satz am Anfang eines jeden Dialoges, der zudem im Deutschen wie im Englischen grottenschlecht gesprochen wurde - das hätte man sich getrost sparen können.

Fazit
Akellas Piratenepos schlussendlich in einigen Sätzen zusammenzufassen fällt schwer. Besonders der relativ schwere Einstieg à la Morrowind und die simplen und doch unfairen Kämpfe inklusive Kameraproblemen sorgen, neben kleineren Macken wie dem Fehlen einer Automap und dem nervigen Nachladen, für Frust. Zudem schlummern in Fluch der Karibik einige schlimme Bugs. So kann es zu Abstürzen oder verschwundenen Spielständen kommen, was im Anbetracht darauf, dass Fluch der Karibik Bethesdas zweites Xbox Spiel mit eben solchen Problemen ist, sehr enttäuscht.
Dem entgegen stellen sich eine grafisch wunderschön in Szene gesetzte Welt, taktisch ausgereifte und unheimlich spannende Seeschlachten, abwechslungsreiche Missionen und das gut umgesetzte Handelsystem. Rollenspielfreunde, alteingesessene "Pirates"-Fans und alle, die etwas Zeit und Herzblut in das Spiel investieren möchten, dürfen zugreifen. Gelegenheitsspieler, die mal eben den Film nachspielen möchten, sind hier allerdings absolut fehl am Platze.

 Autor:
Simon Joost
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-