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Freedom Fighters

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Intelligente Kameraden?
Das Steuern der Rekruten macht insgesamt einen großen Teil des gesamten Gameplays aus und ist unabdingbar, wenn man erfolgreich sein möchte. Besonders in den letzten Teilen des Spiels, wo man mit Unmengen von gegnerischen Soldaten konfrontiert wird, ist es ganz hilfreich, 15 kämpfende Freunde an seiner Seite zu haben und sie zu steuern. Natürlich kann man auch einzelne Rekruten Befehle ausführen lassen, so dass man zum Beispiel gleichzeitig an zwei oder mehr Fronten kämpfen kann. Die KI der eigenen und der gegnerischen Soldaten ist relativ gut für bestimmte Kampfsituationen, jedoch taucht auch des öfteren leichtes Kopfkratzen von Seiten des Spielers auf, wenn seine Mannen auf eigene Faust alleine gegen zehn oder mehr stürmen. Genauso reagieren auch des öfteren die Sowjets und es gibt häufig Situationen, in denen pures Unverständnis zu Frust führen kann. Jedoch ist die KI insgesamt sehr gut gelungen und stimmt mit dem Steuersystem der Rekruten gut überein. Da sich das Zielen bekannterweise aus der 3rd-Person Perspektive als schwer erwies, haben die Entwickler eine automatische Zielvorrichtung eingebaut und erlassen dem Spieler so einige frustvolle Momente. Des weiteren spart es natürlich Munition und der Spielverlauf wirkt actionreicher und schneller. Zu guter letzt noch ein positiv zu bewertendes Merkmal: Die Missionswahl ist teilweise uneingeschränkt, so dass der Spieler den Schwierigkeitsgrad einer Mission beeinflussen kann. Zum Beispiel müsste man erst Mission A und Mission C erfüllen um bei Mission B leicht zum Erfolg zu kommen. Jedoch kann der Spieler wenn er möchte direkt mit Mission B beginnen und so schneller vorankommen. Allerdings wäre dies dann schwieriger, als wenn er erst die anderen beiden Missionen erfüllt hätte.

Fazit
Leider gibt es auch eine schwerwiegende negative Entdeckung von uns, die erwähnt werden muss: der viel zu geringe Spielumfang. So ist es einem erfahrenen Spieler möglich, das gesamte Spiel mit allen Missionen innerhalb von zwei Nachmittagen komplett durchzuspielen. Aber dafür gibt es bei der Xbox Version ein Extra, das selbst die PC Version nicht besitzt: der Multiplayerpart, in dem sich Spieler gegeneinander über den Haufen ballern können und die gegnerische Flagge erobern müssen. Die Krönung für den Multiplayerpart wäre ein Coopmodus gewesen, wie es ihn in Halo schon gibt. Das hätte das Spiel zu einem wahren Toptitel gemacht. Ohne ihn bleibt es aber weiterhin ein sehr gutes Spiel, welches in einer Sammlung voller Actiongames nicht fehlen darf. Abschließend ist also zu sagen, dass das Spiel seinen Erwartungen durchaus gerecht geworden ist, allerdings noch hier und da hätte verbessert werden können..

 Autor:
Benjamin Ringstmeier
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