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Full Spectrum Warrior

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Point-Fire
Mitten im Einsatz herrscht immer Action, ob ihr mitten im Feuerkampf seid oder die nächste Deckung sucht. Das alles wird durch eine spitzenmäßige Soundkulisse und eine extrem geile Grafik untermalt. Überall pfeift es von den Salven der Gewehre, Schüsse schlagen in Autos, Wände und Deckungen ein und hinterlassen Einschusslöcher. Neben den explodierenden und einschlagenden Granaten dröhnt dann noch afrikanische Musik aus den Lautsprechern und alles ist perfekt. Besitzer eines 5.1 System bekommen hier noch einmal den letzten Kick. Doch ihr solltet achtsam sein, denn bei so einem Gefecht ist nicht jede Deckung ratsam. Eure Wahl sollte nicht gerade auf eine Deckung fallen, die schon einiges einstecken musste, sonst steckt ihr bald ein. Doch auch hier wird euch chic unter die Arme gegriffen. Über der Deckung findet ihr einen kleinen Energiestatus, um zu sehen, wie lange diese noch für euch von Nutzen ist. Ebenso ist schnelles Handeln gefragt, wenn ein Kamerad gefallen ist. Dann heißt es: "Raus aus der Deckung, einer an den Verletzten, zwei geben Geleitschutz und dann raus aus der Schussbahn!" Ist das geschafft, geht es ab zum so genannten Vevak, wo einmal der verletzte Teamkamerad abzuliefern ist und zudem noch neue Munition aufgenommen werden kann. Hier sei noch gesagt, dass ihr von vorne beginnen müsst, sobald zwei Männer eures Teams ihr Leben gelassen haben. So reiht sich eine Szene an die andere und alles geht nahtlos ineinander über. Auch bekommt ihr mitten in eurem derzeitigem Auftrag gerne neue Ziele mitgeteilt. Die perfekte flüssige Story erinnert an Kinofilme wie "Black Hawk Down". Natürlich besteht die Möglichkeit zu speichern. Das aber nur, wenn ihr an so genannte Situation Reports kommt. Grundvorrausetzung hierfür ist, dass sich eure Teams in einem bestimmten Umkreis zu einander befinden, dann kann an diesen Stellen gespeichert werden.
Wer über Xbox Live verfügt, darf alle Missionen auch im Ko-op Modus durchspielen, dabei ist eure Mission frei wählbar. Jeder Spieler übernimmt dabei ein eigenes Team welches man dann Seite an Seite durch die Abschnitte befehligen kann.
Grafik- und Sound-Feuerwerk
Grafikfans werden aus dem Schwärmen nicht herauskommen. Der Spieler wird eingehüllt wie bei einem Film. Neben der grandiosen Physikengine, die messerscharfen Einschusslöcher oder die beeindruckenden Explosionen, ist auch die Animationssequenzen der restlichen Darbietung mehr als gelungen. Die Bewegungen sind flüssig, etwa das zu Boden gehen eines getroffenen Soldaten ist sehr gut umgesetzt. Die bombastische Soundkulisse tut ihr Übriges, um die Atmosphäre noch einmal zu steigern. Hierdurch fühlt ihr euch noch einmal ein gutes Stück näher am Geschehen. Lasst ihr dann den Sound noch über eine Surround-Sound-Anlage frei, fehlt es an nichts mehr. Links von euch pfeifen die Gewehrsalven vorbei, vorne explodiert eine Granate, von rechts brüllen die Teamkameraden, dass ihr euren Arsch aus der Schusslinie bringen sollt. Doch so schön es ist, gibt es leider einen kleinen Punktabzug. Die Soundausgabe findet nur im Englischen statt. Als kleines Trostpflaster, deutsche Untertitel können bei Bedarf zugeschaltet werden. Schade, dass ein derartiger Spitzentitel diese Unterstützung nicht erhalten hat.
 
Fazit
Nicht noch ein Ego-Shooter, nicht noch ein Echtzeit-Strategie-Titel. FSW ist beides und das Mix-Experiment sehr gelungen. Man ist ganz schnell ins Geschehen eingestiegen und kommt nicht mehr los davon, egal, welches Genre man sonst bevorzugt. Wenn man dann beispielsweise die Funktion, seine Missionen aufzeichnen, in Betracht zieht, wo man beim Abspielen zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder einsteigen kann, erahnt man vielleicht, welcher Ideenreichtum in diesem Xbox-Schatz enthalten ist. Leider dringt trotz allem irgendwann ein gewisses Muster bei den Missionen durch und man hat schnell eine eigene Strategie entwickelt, wie man zum Sieg kommt.
Trotzdem: Man vergisst unglaublich schnell, dass man nur den Befehl zum Schießen erteilt und nicht selbst den Finger am Abzug hat. Der Genre-Mix ist also gelungen. Mit dieser Wahnsinns-Atmosphäre fühlt sich jeder Stratege- wie auch Ego-Shooter-Fan heimisch.
 
 Autor:
Marius Böhm
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