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Genma Onimusha

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Hey, das ist meine Seele!
Mit seinem neu erworbenen Handschuh kann der gute Samanosuke Seelen einfangen. Sie erscheinen immer dann, wenn ein Gegner getötet wurde. Es gibt davon vier Sorten: Gelb, blau, rot und grün. Mit den gelben Seelen erhält man Lebensenergie. Leider sind diese deswegen auch am seltensten. Die blauen verschaffen einem magische Energie. Mit dieser kann man die berühmten magischen Schwertattacken benutzen. Von der magischen Energie sollte man sich immer etwas für die größeren „Klöpse“ und Endgegner aufbewahren. Die rote Energie versorgt Samanosuke mit Erfahrungspunkten. Mit diesen Erfahrungspunkten kann er seine Schwerter, Pfeile oder Heilkräuter aufwerten. Die grünen Seelen sind eine Neuerung gegenüber der PS2-Version. Wenn eine grüne Seele auftaucht, versuchen die (noch) lebenden Gegner, diese ebenfalls aufzusaugen. Wenn es ihnen gelingt, dann werden sie sprichwörtlich rot. Eine sogenannte Oger-Kraft wird in ihnen frei und sie werden mehr als doppelt so gefährlich. Samanosuke selbst speichert diese grüne Seele. Wenn er 5 davon hat, aktiviert er auch seine Oger-Kraft. Dadurch wird er kurzzeitig unbesiegbar.

Wenn es zu der Situation kommt, daß ein Gegner und Samanosuke versuchen, die Seele einzufangen, muss man kräftig drücken. Je schneller man die Einsaug-Taste drückt, desto mehr nähert sich die grüne Seele. Die Schwierigkeit ist, daß man in der Einsaugphase verwundbar ist und meistens noch mehrere Gegner leben.

Tango gefällig?
Die Kämpfe selbst sind – wie von Capcom gewohnt – sehr spannend. Am Anfang stehen einem erst einmal nur Gruppen von schwachen Gegnern im Weg, durch die man sich elegant hindurchschwingt. Die Anvisier-Funktion (das Angreifen eines einzelnen Gegners) ist hier noch sehr unwichtig, da der Held auf seine Umgebung reagiert. Hat er also den Gegner vor sich zu Boden geworfen, greift er mit einem Druck auf den Nach-Unten-Button sofort das Monster hinter sich an. Zwischendrin sind auch mehrere Moves möglich wie zum Beispiel Wegtreten des Feindes oder ein schnelles „Um-den-Gegner-herumschnell-und-in-den-Rücken-stech“ möglich. Die Steuerung funktioniert da halbautomatisch, sodaß man sich nicht gleich verloren fühlt, wenn man die Moves nicht beherrscht.
Um kurzen Prozess mit auf den Boden gefallenen Gegnern zu machen, gibt es sogenannte Death Moves. Unser Kämpfer stellt sich neben den Gegner und rammt ihm sein Schwert mit aller Kraft in die Brust. Das funktioniert auch, wenn mehrere Monster übereinanderliegen ;)

Gegen schwerere Gegner und Bosse empfiehlt es sich eher, die Anvisier-Funktion zu verwenden. Hier hilft bloßes Hack & Slash nicht mehr, da die Bosse nicht so schnell zu töten sind und durch eine Angriffswelle nicht von ihren harten Attacken abgehalten werden. Je nach Angriff der Gegner sollte man entweder schnell ausweichen oder abblocken, um danach sofort eine Counter-Attacke einzuleiten. Man sollte ständig ein Auge auf den Gegner haben, um auf seine Angriffe reagieren zu können. Dieses Kämpfen verlangt ein wenig Zeit, aber macht im Endeffekt viel mehr Spaß als ständiges Button-Gedrücke. Später hilft dieses nämlich noch nicht einmal mehr gegen schwächere Feinde.
Im Vergleich zur PS2-Variante gibt es jetzt nicht nur neue Feinde, Waffe und eine neue Seelenart, auch der Schwierigkeitsgrad wurde etwas erhöht. Wenn man startet, kann es einem Anfänger leicht schon einmal passieren, daß er an den ersten Gegnern stirbt. Stirbt man fünf mal, wird der Schwierigkeitsgrad zwar etwas vermindert, aber auch dieser Modus ist keinesfalls leicht zu knacken. Capcom hat zwar das Spiel auf Bitten vieler Fans erschwert, aber dabei teilweise etwas übertrieben.

 Autor:
Raphael Ringhandt
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