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Genma Onimusha

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Liebe – auf den ersten Blick
Der erste Eindruck des Spieles ist wirklich fantastisch.Selten hat man so schöne Texturen und Animationen gesehen. Auch das Wasser, welches leider nur kurz zu sehen ist, wirkt genial. Die Spiegelungen auf dem goldenen Boden lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Auch die Umgebung sieht herrlich athmosphärisch aus. Aber Moment… Was ist mit der Umgebung? Wie man es von japanischen Rollenspielen kennt, sind auch hier die Hintergründe vorgerendert. So kann man – wie schon bei Biohazard – den Eindruck erwecken, man habe eine fenomenale Grafik. Vorgerendert heisst, daß die Grafik in 2D vorberechnet wurde. Das spart eine Menge Rechenleistung, die für die tatsächlichen 3D-Modelle verwendet werden kann. Aus diesem Grund also sehen Samanosuke und seine Gegner so gut aus.
Das alte Problem vorgerenderter Hintergründe ist aber, daß die Kamera an einer Stelle stehen bleiben muss und höchstens ein wenig schwenken kann. Das wirkt sich teilweise negativ auf die Kämpfe aus. Wenn man in einem engen Flur gegen mehrere Monster kämpft, verliert man so schon mal eines aus dem Blick. Oft wird man auch ohne Vorwarnung von hinter angegriffen. Die kleinen Ladezeiten zwischendrin fallen zwar kaum auf, aber nach jedem Kamerawechsel ist die Steuerung ein wenig anders. Auch hier fällt man also leicht Untoten zum Opfer. Verbunden mit dem Schwierigkeitsgrad gibt es hier also manchmal etwas zu knacken. Gottseidank gibt es solche Situationen aber nicht sehr oft.

Kämpfen? Klingt gut!
Das erste, woran Capcom bei einem Xbox-Port gedacht hat, könnte der Sound sein. Die Xbox bietet neben der grafischen Stärke nämlich auch den begehrten Dolby 5.1 Soundchip. In einem düsteren Action-Spiel bietet es sich natürlich sofort an, diese Technik auch zu nutzen. Das Resultat ist dementsprechend auch sehr gut gelungen. Von allen Seiten die Schwertgeräusche zu hören, wie es gegen Stahl schlägt, ist auf jeden Fall etwas feines. Zusätzlich zu diesen schönen Soundeffekten unterlegte Capcom Genma Onimusha mit einem orchestralen Soundtrack. Stimmungsvoll erklingt finstere Musik, wenn man durch die modrigen Landschaften läuft. Auch im Kampf ertönen passende Schlachtklänge. Capcom hat hier sehr sauber gearbeitet. Hier wußte jemand, wie Musik in Spiele einzusetzen ist.
 Autor:
Raphael Ringhandt
Testbericht
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