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Grabbed by the Ghoulies

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Kick the Ghoulie
Grabbed by the Ghoulies ist weder ein Jump`n Run noch ein richtiges Action-Adventure, vielmehr präsentiert es sich als eine Mischung aus 3D Beat'em Up und Adventure. Zu Beginn des Spiels findet man sich als Cooper in der Eingangshalle des Hauses wieder, wird dort aber gleich recht unfreundlich von zahlreichen lilafarbenen Kobolden begrüßt. Glücklicherweise ist der Butler aber nicht weit entfernt, sodass einem dieser ein paar Anweisungen geben kann, wie man sich gegen solch Unwesen zu verteidigen hat. Er erklärt einem, dass man mit dem rechten Stick Angriffe ausführen kann. Je nach dem, in welche Richtung er gedrückt wird, schlägt, tritt oder schmeißt sich der Blondschopf in selbige. Es werden also nicht wie in 90% der anderen Spiele die vier Tasten dazu benutzt, sich zu wehren, wodurch sich Rare das Problem einer eventuell fehlerhaften Zielhilfe selbst aus dem Weg geräumt hat. A dient dazu, alle möglichen Gegenstände aufzuheben, um sie seinen Gegnern vor den Latz zu knallen, mit B werden sie wieder fallengelassen. Die Kamera wird mit den Schultertasten gedreht.

Schwere Kost?
Wer jetzt gehofft hat, das gruselige Haus auf eigene Faust durchstöbern zu können, darf seine Aufregung zügeln, denn GbtG ist strikt linear. Das ist allerdings nicht immer eine schlechte Sache. Man gelangt in einen Raum, Flur, Garten oder ähnliches und kann diesen erst wieder verlassen, wenn man eine bestimmte Aufgabe gemeistert hat. Und da kommt man auch schon zu einem der Hauptkritikpunkte: die Abwechslung. So müssen leider keine Rätsel gelöst oder Geschicklichkeitseinlagen überwunden werden, es geht immer nur darum, auf seine Gegner einzuprügeln. Das allerdings unter unterschiedlichen Bedingungen: Mal darf nur eine bestimmte Gegnersorte angegriffen werden, dann darf nur mit Waffen gekämpft werden während in anderem Räumen wiederum keine Gegnersorte zweimal hintereinander eliminiert werden darf. Oft wird man dabei auch von einem Zeitlimit gehetzt. So muss man zwar darauf achten, was erlaubt ist, aber im Endeffekt heißt es doch immer: Prügel deinen Gegnern die Gliedmaßen vom Körper. Was sich auch anfangs dank lustiger Animationen noch recht spaßig gestaltet, verliert nach spätestens einer Stunde an Reiz.

Die Bratpfanne und der Stuhl
Wie bereits erwähnt können zahlreiche Gegenstände zweckentfremdet werden, um die Angriffe zu stärken. Unter anderem warten Teller, Regenschirme, Bilderrahmen, Nudelhölzer oder Brötchen darauf, aufgehoben und durch die Luft gewirbelt zu werden. Allerdings halten die Gegenstände nicht ewig, schließlich hat Cooper solche Oberarme, dass er Häuserwände damit einreißen könnte. Was eigentlich die Suche nach Amber erleichtern würde... Aber der Blondschopf ist ja nicht so rabiat und beschränkt sich daher auf kleinere Kampfeinlagen, bei denen seine Waffen nach und nach zu Bruch gehen. Nach 2-3 Schlägen ist der Gegenstand meist zerbrochen und schon müssen wieder die Fäuste sprechen. Doch das war es noch lange nicht an Interaktivität: Zahlreiche Objekte des Hauses können zertreten werden. So offenbaren sich das ein ums andere Mal auch ein paar nützliche Gegenstände oder Lebensenergie.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
7.4