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Halo 2

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 Spiel-Infos: Halo 2
Halo 2 Boxart Name: Halo 2 ()
Entwickler: Bungie Studios
Publisher: Microsoft Game Studios
Erhältlich seit: 11. November 2004
Genre: Shooter
Spieler: 1 - 16
Features:

"Ach komm schon, Halo 2 ist total überhypt!" - Solche oder zumindest ähnliche Kommentare durfte ich mir seit dem 11. November 2004 anhören. Viele campierten vor den Media-Märkten dieser Republik, um den zweiten Teil des Parade-Shooters zu ergattern bzw. hatten rechtzeitig Vorbestellungen beim Buchversand ihres Vertrauens aufgegeben. Die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Doch offenbar bei manchen zu hoch, so dass die Enttäuschung vieler auf dem Fuße folgte. Aber: Sagt das tatsächlich etwas über die Qualität des Titels aus? Im Folgenden werden wir unsere Eindrücke zur Qualität des Titels darzulegen und versuchen, die Debatte um Halo 2 zu objektivieren.
 
Once upon a time…
Was Halo 2 ist, braucht wohl niemandem mehr erklärt zu werden. Der Vorgänger "Halo: Kampf um die Zukunft", im Jahr 2001 Launch-Titel für Microsofts Xbox, wurde zum beliebtesten Titel auf dieser Plattform. Und das, obwohl er vormals als PC-only Spiel geplant worden war. Nicht wenige Menschen haben damals einzig deshalb zur "Gates-Konsole“ gegriffen, um möglichst früh in den Genuss des Science-Ficton-Shooters zu kommen. Der Titel bietet eine für damalige Verhältnisse ausgezeichnete Optik, klug agierende Gegner und einen umfangreichen Fuhrpark. Halo bot also erstmals die Möglichkeit, sich nicht nur zu Fuß sondern auch berädert oder durch die Lüfte fortzubewegen. Unmöglich für den Nachfolger daher, ebenso neu und innovativ wie der Vorgänger zu sein!?
Entwickler Bungie hat sich viel Mühe gegeben, die Hintergrundgeschichte von Halo 2 nicht nur als Fassade für beherzte Baller-Orgien zu installieren. Sie verdient im Vergleich zu Halo sogar deutlich mehr Erwähnung. Ein außerirdischer Verteidiger der Massenvernichtungs-Waffe Halo, Angehöriger der Rasse der Eliten, wird beschuldigt, ein Ketzer zu sein, da er seinen Verteidigungspflichten nicht ausreichend nachgekommen war. Während er als Strafe für seine Unfähigkeit vor jubelnden Publikum gegrillt wird, steht ein Gegenangriff der interplanetaren Art bevor: Die Erde steht unter Invasion! Armer Master-Chief! Gerade, als er entspannt Orden für seine Verdienste entgegen nimmt, zwingen ihn die aktuellen Umstände schon wieder an die Front. So folgt eines auf das andere. Schade nur, dass die Invasion der Erde im Spiel thematisch nicht allzu lange dominiert. Dafür entspinnt sich eine spannende Rahmengeschichte über Politik und Macht, gewürzt mit einer Prise Fantasy.
 
Never change a running system
Also taucht man rasch ins Kampfgeschehen ein. Sofort macht sich bemerkbar, dass nun zweihändig gefeuert werden darf. Hebt man die entsprechenden Waffen des umfangreichen Arsenals vom Boden auf, kann man mit dem rechten bzw. linken Analog-Trigger die entsprechende Waffe benutzen. Das ist im Sinne des Realismus vernünftig, weil Granaten in diesem Modus nicht mehr eingesetzt werden können.
Oberflächlich ist im Vergleich zum Vorgängerspiel weiter kaum ein Unterschied zu entdecken. Die Veränderungen stecken im Detail. Manch einer mag hier geringe Innovationskraft bei Bungie bemängeln. Doch das funktionierende und beliebte Spielkonzept wurde konsequent weiterentwickelt. Beispiel: Im Laufe eines Levels kommt man nicht mehr strikt mit gleichem Tempo voran, sondern muss sich Verstecke suchen und diverse Hürden überwinden. Auch die Spieldramaturgie ist großartig gelungen. So unterbrechen spannende Ereignisse den regulären Spielverlauf. In der zweiten Mission etwa muss man zum Beispiel einen Gegnerangriff von Dächern der benachbarten Häuser abwehren und kurze Zeit später einen gigantischen feindlichen Roboter unter Beschuss nehmen, der durch die Häuserschluchten einer Großstadt wütet.
 Autor:
Sebastian Mengay, Carlos Mancebo
Testbericht
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Leserwertung:
8.4