Xbox » Tests » H » Halo 2

Halo 2

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Fight for your rights!
Wichtigste Interaktion in einem Ego-Shooter weiterhin: Zerstörung. So sind auch bei Halo 2 wieder gern gesehenen: Freundin Schrotflinte, das Sniper-Gewehr, der Raketenwerfer und deren Konsorten. Soviel zum üblichen Arsenal. Etwas Besonderes erwartet uns dagegen mit dem Nadelwerfer. Dessen Nadeln verfolgen in der Nähe positionierte Gegner und setzen sich an denen fest, um schließlich zu explodieren. Auch gibt es nun ein Lichtschwert (Partikelwaffe). Im Vorgängerspiel war es zwar zu sehen, blieb aber dem Gegner vorbehalten. In den Händen des Master Chiefs profiliert es sich als äußerst effektive Nahkampfwaffe und ist wohl im sonstigen Universum nur im Waffenschrank von Darth Vader, Obi-Wan Kenobi und Luke Skywalker zu finden. So gerüstet reitet man ins Gefecht. Dabei hat das Entwicklerteam uns auferlegt, mit wesentlich weniger Lebensenergie auszukommen. Die Extraschild-Reserven fallen ersatzlos weg. Hat sich die Energieleiste nach Kampfeinwirkung geleert, geht es flugs zurück zum letzten Checkpoint. Diese Speicherpunkte sind wieder komfortabel verteilt. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, eines der Vehikel zu nutzen, um schneller voranzukommen. Und Halo wäre nicht Halo ohne einen anständigen Fuhrpark. Zur Verfügung stehen wieder der Warthog, der diesmal sogar zerstört werden kann, sowie der flinke Ghost und der luftige Banshee - oder man greift gleich auf den Panzer zurück. Mit Letzterem kann man seiner Zerstörungswut nach Herzenslust freien Lauf lassen.
Der Interaktion zuliebe darf man nun auch feindlich besetzte Fahrzeuge im Kampfgetümmel übernehmen. Der Master Chief schwingt sich dann auf das Gefährt, um den Gegner vom Fahrersitz zu drängen, sich selbst zu platzieren und den verdutzten Ex-Fahrer dann auf eigenem Terrain zu attackieren. Das bringt neue taktische Möglichkeiten ins Spiel.
Und taktisches Geschick ist ob der guten KI von Halo 2 eine Menge erforderlich, schließlich ist der Gegner von Programmierern zum Abwarten, in Deckung gehen und geschicktem Einsatz der Waffen erzogen worden. Leider kann Halo 2 das hohe Niveau nicht durchhalten.
 
You can’t always get what you want
Eines vorweg: Technisch ist Halo 2 wieder ein Meilenstein für Microsofts Xbox. Allerdings haben die Designer in frühen Promo-Screens mehr versprochen, als das Laden-Produkt liefert. Das Bump-Mapping etwa ist nicht so verschwenderisch. Viele Effekte wirken abgeschwächt. Während des Spielens und in Zwischensequenzen poppen viele Texturen mit Verspätung auf, was entweder die technischen Grenzen der Xbox aufzeigt oder auf schludrige Programmierweise schließen lässt. Dafür wird man mit fehlenden Ladezeiten entschädigt. Nur beim Spielstart erblickt man einen Ladebildschirm. Trotzdem hat die Grafik eine gesunde Opulenz, das Spiel läuft flüssig, was leider auch bei Konsolenspielen alles andere als selbstverständlich ist. Und, mag man über das Charakterdesign des Spiels noch streiten können, so muss man zugestehen, dass die Levels durchweg hübsch anzuschauen sind.
Der Sound ist erwartungsgemäß sehr stimmungsvoll, gut abgemischt und besonders wirkungsvoll in Dolby Digital. Eindrucksvolle realistische Soundeffekte und kurzweilige Musikuntermalung rechtfertigen einmal mehr eine separate Veröffentlichung des Soundtracks auf CD. Das Spiel ist gut lokalisiert, die deutsche Synchronisation der Stimmen dabei überwiegend gelungen, sieht man davon ab das die Stimme des Master Chiefs etwas emotionslos und unspektakulär wirkt.
 Autor:
Sebastian Mengay, Carlos Mancebo
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.4