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Hunter The Reckoning: Redeemer

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Je intensiver der Waffeneinsatz, desto größer die "Erfahrung" der Spielfigur. Ein Prinzip, dass aus Rollenspielen bekannt ist und offenbar auch in Actiontiteln seine Berechtigung hat. Da die Monster oft zahlreich aus dem Nichts erscheinen, ist der Spieler für die Verbesserung seiner Fähigkeiten auch dankbar. Zwar sind die Gestalten ob ihrer verwesenden Gehirne keine Intelligenzbestien und halten Ausweichen und Flüchten für überflüssig, doch auch die Masse stellt eine Herausforderung dar. Eine Erleichterung sind daher Spezialwaffen, mit denen man mehrere Gegner zugleich in die ewigen Jagdgründe schicken kann, was einen der Beendigung der 20 Missionen wieder ein Stück näher bringt.

High life in the city
Die Entwickler hatten bei Hunter: Redeemer keine Probleme, Leben auf den Bildschirm zu bringen. Zwar sind die Levels der Story angemessen eher düster gestaltet, doch die enorme Anzahl der Gegner machen aus Ashcroft nur mittelbar eine Geisterstadt. Die Grafik gewinnt durch die hübschen Licht- und Schatteneffekte. Störend ist die Kamera, die sich nur in vorprogrammierter Spur bewegt. Das steigert ungewollt den Überraschungseffekt bei einigen Gegnern. Die Übersicht ist damit aber komplett im Eimer. Besonders ärgerlich ist, dass mehrere Türen und Durchgänge nur auf den zweiten… dritten… äh… siebten Blick, also durch Ausprobieren zu finden sind. Ob man ein Spiel nun auf diese Weise schwieriger machen muss, sei dahingestellt. Der Frustfaktor ist hoch und animiert nicht zum Weitermachen.
Leben kommt auch durch den implementierten Multiplayermodus in die Bude. Dieser funktioniert nicht über Xbox live. Über den Microsoft eigenen Onlinedienst sind nur zusätzliche Features downloadbar. Zum 4-Player-Battle ist daher die tatsächliche Anwesenheit aller Protagonisten vor ein und demselben TV-Gerät erforderlich. Das soll dem Vernehmen nach die Kommunikation der Interagierenden untereinander fördern. Wer das also will und von dem knarzenden Live-Kopfhörer ohnehin genug hat, bekommt mit dem Feature eine Menge Spaß geliefert. Und das nicht nur, weil er seine Freunde endlich mal persönlich kennen lernt…

Scream
Große Klasse ist die Geräuschkulisse, die mit dem Einlegen von Hunter in die Xbox von eurem Zimmer Besitz ergreift. Sicher sind die Nachbarn merkwürdiges Gekreische und Waffengeklirre aus eurer Wohnung gewohnt. Deshalb stört es sicher auch nicht, bei Hunter: Redeemer den Regler noch weiter aufzudrehen. Neben dem obligatorischen Zombiegestöhne und dem eigenwilligen Sound, der Gliedmaßen beim Abtrennen so zueigen ist, haben die Soundingenieure dem Spiel nette, unaufdringliche und durchaus tanzbare Dancentermahlung spendiert.
Die Testfassung des Spiels ist teils in englisch (Intro) teils in deutsch (Level) gehalten. Die Synchronisation verdient ihren Namen aber nicht wirklich - Simultanübersetzung ist wohl die angebrachte Bezeichnung.
Wen als Actionfreund die Macken von Hunter: Redeemer nicht schrecken, der kann getrost zugreifen. Das Spiel ist einsteigerfreundlich, doch auch Fortgeschrittene und Profis kommen durchaus auf ihre Kosten. Und sei es nur, um das Fleischermesser für eine weitere Nacht in der Hand behalten zu können…

 Autor:
André Stephan
Testbericht
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