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Indiana Jones

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Biss in den Controller
Neben den menschlichen Gegnern geizt das Spiel aber auch nicht mit Fallen, Rätseln und mythisch-monströsen Endgegnern. Prinzipiell gilt: Schnappt die Falle zu oder wird der Held von einem Gegner getroffen, verringert sich seine Lebensenergie und stirbt bei mehrmaliger Attacke. Er kann dies verhindern, wenn er mit einem Schluck aus der Feldflasche Lebensenergie zurückgewinnt. Aber auch diese Möglichkeit ist natürlich endlich. Ist auch das Wasser verbraucht, muss der Spieler den Level von neuem beginnen. Das Prinzip ist nicht neu. Doch kann das bei "Indy 6" ganz schön ausarten, wenn nach einer 45-Minuten-Knobelei mit dem dazugehörigen "Reicht-meine-Energie-noch?"-Gezitter doch ein neuer Versuch auf der Agenda steht. Für dieses Spiel sollte man also eine gehörige Portion Geduld mitbringen, denn sonst ist der Frustfaktor hoch.
Ebenso kann sich die Steuerung zum "Abenteuer im Abenteuer" entwickeln. Dass andere Entwickler schon "Jump-Hints" in ihre Produkte einbauen, um dem ohnehin schon gestressten das Abspringen von einer Plattform auf die nächste zu erleichtern, hat sich offenbar noch nicht zu LucasArts herumgesprochen. So stürzt man bis zum Erreichen des Endgegners einige Male unverschuldet in die Tiefen der Erde. Schuld ist die übernervöse Steuerung, mit der man die Richtung oft nicht korrekt anpeilen kann oder schlicht weil man den rechtzeitigen Absprung verpasst. Das Spiel hat hier deutliche Qualitätsreserven.

Archäologie hören…
Dann nicht genug, dass Dr. Henry Jones den Namen des Familienhundes "Indiana" angenommen hat. In dem Spiel hechelt er auch noch wie ein altersschwacher Dackel, sobald man die Beine des Archäologen via Joystick etwas auf Trab bringt. Wenn Harrison Ford das Spiel jemals zu Gesicht bekommen sollte - die Spiel-Figur ist deutlich auf das Äußere des Indy-Darstellers abgestimmt - wird der sich sicher herzlich dafür bei den Programmierern bedanken. Die weiteren Soundeffekte sind darüber hinaus aber gut gelungen und geben keinen Anlass zur Beschwerde. Zumal für die deutsche Synchronisation Original-Harrison-Ford-Sprecher Wolfgang Pampel gewonnen werden konnte.
Ordentlich was auf die Ohren gibt es aber bei der Orchestrierung von "Kaisergruft". Die jeweiligen Level-Intros werden durch stimmungsvolle und absolut filmwürdige Stücke begleitet. Das Indy-Thema wird dabei immer wieder abgewandelt. Aber auch die Spielsituationen werden ansprechend und absolut logisch untermalt. So "reagiert" die Musik passend auf kritische Situationen und deren Bewältigung.

 Autor:
André Stephan
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