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IndyCar Series

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Ganz wie bei der Formel 1
Die Regeln der IndyCar Serie sind eine Mischung aus alter und neuer Formel 1 Regel. Zunächst darf man sich ungestört im freien Training die Strecke anschauen und noch letzte Änderungen am Fahrzeug vornehmen. Danach geht es gleich ab ins Qualifying. Bei dem Qualifikationslauf habt ihr nur eine bestimmte Anzahl an Runden, die je nach Strecke und Renndauer variiert. Die beste Rundenzeit entscheidet schließlich eure Position. Anders als bei anderen Rennsportarten wird in der IndyCar Serie ein fliegender Start vorgenommen und verlangt vom Fahrer somit noch eine erhöhte Konzentration. Im Rennen selbst seid ihr dann auf euch alleine gestellt und müsst versuchen den letzten Funken Power aus dem Fahrzeug zu kitzeln. Das Spiel bietet von Anfang an pure Rennaction und auch gnadenlose Newcomer können sich gleich die ersten Überholgefechte liefern. Richtig spannend wird es aber erst, wenn man das Maximum aus seinen Wagen rausholt und ganz vorne mitmischt. Anders als bei den meisten Konkurrenz-Produkten gibt es keine feste Einstellung des Schwierigkeitsgrades, sondern die CPU gleicht sich euren Können an und garantiert somit immer spannende Zweikämpfe. Beim Thema Fahrphysik zeigt sich die jahrelange Erfahrung aus der ColinMcRae-Serie, denn die Fahrphysik ist über jeden Zweifel erhaben. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, wie man in den Kurven seinen Wagen durch das einfache Regulieren der Geschwindigkeit in der Ideallinie halten kann, auch wenn dies einiges an Training benötigt. Das Thema Realismus wurde aber trotz der gelungenen Fahrphysik leider nicht voll durchgesetzt. Im Rennen nutzen sich zwar die Reifen ab und dies auch recht realistisch, jedoch hat ein Crash recht wenig Auswirkung auf das Fahrverhalten. Ein Schadensmodel ist ebenso vorhanden, aber dies hält sich sehr stark in Grenzen und so sehen auch Unfälle mit Topspeed meist recht unspektakulär aus. Das ist wirklich schade. Auch wäre es wünschenswert gewesen, dass das Fahren im Windschatten um einiges realitätsnaher umzusetzen, denn die Vorteile im Windschatten halten sich sehr stark in Grenzen.
 
Technisch keine Revolution
Wer ein Grafikwunder erwartet, wird gnadenlos enttäuscht sein. Optisch macht das Spiel einen durchschnittlichen Eindruck und kann mit vergleichbaren Rennspielen wie Moto GP 2 oder Mercedes Benz Worldracing nicht mithalten. Die Texturen wirken meist sehr eintönig und unrealistisch und auch die Fahrzeuge könnten ein wenig Detailreichtum vertragen. Streckendetails sucht man ebenso vergebens und man wird meistens nur mit hohen Betonwänden und einigen Bitmaps bedient. Bei den Licht- und Schatten-Effekten gibt es leider auch einiges zu bemängeln, denn die Schatten wirken z.B. meist sehr unrealistisch und kantig. Technisch gibt es hier aber zum Glück nichts zu meckern, es läuft sehr schnell und flüssig und geht auch bei vielen Gegnern nicht in die Knie. Wichtig bei Rennspielen ist auch der Sound, denn dieser baut automatisch Atmosphäre auf. Bei den Fahrzeugen hört man jede einzelne PS, wenn der Motor auf vollen Touren läuft und auch die Abmischung zwischen dem eigenen Fahrzeug und der gegnerischen Fahrzeuge ist sehr gut gelungen. Begleitet werdet ihr im Spiel von einem rockigen Sound, der sehr passend in das Spiel einfließt und einen so richtig motiviert das Gas durchzudrücken. Was auch noch zu erwähnen wäre ist der Funkkontakt mit der Boxencrew, die vorbildlich vollständig in Deutsch gehalten ist. Leider beschränken sich die Sprüche auf die momentane Platzierung und aktuelle Rundenzeit und gehen das ein oder andere Mal auf die Nerven.
 

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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