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James Bond: Nightfire

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Lizenz zum Töten
Wie es sich mittlerweile bei James Bond Titeln eingebürgert hat, werdet ihr auch bei Nightfire mit bestimmten Missionsaufgaben vertraut. Bei diesen dreht es sich nicht immer nur um wildes Geballer, sondern oft auch um taktisches Vorgehen und unerkanntes Eindringen. Vor allem die Vielfalt der Waffen und Gimmicks helfen euch in solchen Situationen um einiges weiter. Spätestens wenn ihr nachts in ein Hauptquartier eindringen müsst, um einen Wurm in den Zentralcomputer zu speisen, kommt das volle Bond-feeling auf. Mit Betäubungspfeilen Schaltet ihr erst die Wachen aus und dringt dann vorsichtig, im Schatten der Nacht, weiter im Komplex vor. Nach einer kurzen Schleicheinlage an den Überwachungskameras vorbei, habt ihr Zugriff auf den Hauptcomputer und könnt nun weiter infiltrieren. Solche und ähnliche Situationen leiten meistens nur die Missionen ein und durch verschiedene Wendungen und Überraschung entpuppt sich manche Mission als richtig knackig. Die Ballerfreunde unter uns werden aber sicher auch nicht zu kurz kommen, denn auch für diese hat das EA Team einiges auf Lager. So lädt vor allem die Mission auf dem SnowSpeedster zum mehrfachen wiederholen ein, denn wer wollte noch nie eine MG bei über 100km/h bedienen? Die, vom Need For Speed Team beigesteuerten, Fahrzeugmissionen trumpfen nur so von kleinen Extra auf. Die Bond-typischen Fahrzeuge erlauben euch auch scheinbar unmögliche Situationen zu meistern, ob ihr nun mit einfachen Lenkraketen die Gegner ins Jenseits befördert oder einfach auf zwei Reifen die Straßensperre durchbrecht, der Spaß kommt nie zu kurz.
 
Multiplayer ja, aber nix Online
Xbox Live ist für viele Hersteller noch ein Fremdwort, vor allem für EA. So müssen sich die bis zu drei Freunde mit Splittscreen begnügen. In der reichen Auswahl an Multiplayer-Modi könnt ihr auch noch eine Handvoll Bots hinzuschalten, die jedoch genauso dumm sind, wie im Singleplayer. Wenn sich Bots auf einer 10m² Map verlaufen, hat die KI ohne Zweifel versagt. Auch die Tatsache, dass man die Features im Multiplayer größtenteils erst im Singleplayer frei schalten muss, wird bei den meisten auf wenig Gegenliebe stoßen. Ansonsten sei gesagt, dass der Multiplayer Titel eher eine nette Dreingabe ist und mit den aktuellen Referenz-Titeln nicht mithalten kann.
 
Manche lernen es nie
Beim Speichersystem hat sich EA nicht mit Ruhm bekleckert. Auch wenn es öfters Diskussionen gibt, ob nun Savepoints oder ein vollständig dynamisches Speichersystem besser sei, EA hat es auf jeden Fall versaut. Ihr werdet in Nightfire nicht oft auf Savepoints treffen und vor allem bei der Unterwasser-Mission, die von Geschicklichkeitsaufgaben nur so wimmelt, trefft ihr 5Min lang nicht auf einen einzigen Savepoint. Dies soll die kurze Spieldauer von 9-10 Stunden vielleicht ein wenig verlängert, sorgt aber nur für demotivierenden Frust. Beim Thema Ladezeiten hat Nightfire leider auch nicht viel zu lachen, denn diese sind überdurchschnittlich lang. Es ist keine Seltenheit, dass ihr mal 10-20 Sekunden auf ein neues Level warten müsst. Die Zeit wird durch einen PC-typischen Ladescreen überbrückt, wo ihr einen "Punktebalken" durchs Bild laufen seht. Ein oft angesprochener Kritikpunkt bei den EA-Bond Spielen waren die Waffensounds und auch bei Nightfire gibt das wieder einiges an Zündstoff. Hat man bei einigen Waffen wirklich das Gefühl, als würde man mit einer dicken Wumme schießen, gibt es auch das andere Extrem. Bei den kleineren Waffen hört es sich eher an, als würdet ihr einen Kater kastrieren, oder den kleinen Bruder quälen.
 Autor:
Mathias Schult
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