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Judge Dredd: Dredd vs. Death

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Kamikaze-Gegner und Wandläufer
Trotz der Waffenvielfalt ist jedoch kaum taktisches Geschick bei der Auswahl der Geschosse von Nöten. Meist stellt sich die größte Zerstörungskraft als beste Wahl für sämtliche Gegner heraus. Diese verhalten sich nämlich so unrealistisch, dass einem kaum eine andere Möglichkeit übrig bleibt, als sofort mit der Wumme drauflos zu schießen. Auch Zivilpersonen wandern ziellos durch die Gegend, wobei man sie des öfteren dabei beobachten kann, wie sie ständig in die gleiche Wand laufen.
Schade ist auch, dass sich die getöteten Gegner sofort in Luft auflösen, sobald man sie liquidiert hat.

Kunterbunte Umgebung
Vor allem beim Leveldesign wären beständigere Leichen eine Hilfe gewesen. Man hätte sich an dessen leblosen Körpern in den zum Teil recht öde gestalteten Levels ein wenig orientieren können. Zum Glück kennzeichnen nach einiger Zeit Umherirren ein Pfeil und Distanzangabe, ähnlich wie wir es schon aus Halo kennen, den nächsten Checkpoint. Diese sind eigentlich in ordentlich kurzen Abständen verteilt, wodurch nur selten Frust aufkommt.

Technischer Durchschnitt
Obwohl die Engine sowohl im Einzelspieler wie auch im Multiplayer Modus immer konstant flüssig bleibt und nur selten Clippingfehler auftreten, kann man den Titel nur als Durchschnitt bezeichnen. Kitschig farbige Umgebungen mit sich ständig wiederholenden Objekten können Referenzgrößen wie Halo oder Medal of Honor kaum das Wasser reichen.
Höchstens im späteren Spielgeschehen kann man den einen oder anderen schönen Effekt entdecken.
Auch die nur etwa Handvoll unterschiedlichen Gegner und dessen Angreifen-und-Schießen-KI werten das ganze eher noch ab.

Fazit
Obwohl man Judge Dredd als durchaus gelungene Umsetzung des Filmes bezeichnen könnte, scheint trotzdem nach einigen Stunden spielen eher Frust über die verschwendete Zeit statt Lust zum Weiterballern aufzukommen. Wer jedoch kurzweilige Unterhaltung und wilde Ballerorgien für laue Wintertage sucht, liegt mit dem Titel bestimmt nicht falsch. Man sollte sich aber bewusst sein, dass das Weihnachtsgeschäft weit bessere Titel verspricht... und auch bessere Filme!

 Autor:
Marcel Morach
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Leserwertung:
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