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Jurassic Park - Op. Genesis

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Es empfiehlt sich, die gezüchteten Tierchen immer hübsch mit Futter zu versorgen, da diese sonst rasch die Hufe von sich strecken und sich diese Investition in Inselstaub verwandelt. Ein natürliches Dinoleben dauert von wenigen Monaten bis zu etlichen Jahren - je nach Art und DNA-Vollständigkeit. Die Auswahl an verfügbaren Arten lässt sich vergrößern, indem man seine Wissenschaftler damit beauftragt, im Labor emsig Fossilfunde zu analysieren. Um an diese heranzukommen, schickt man Archäologenteams zu Grabungen rund um den Erdball oder bedient sich - entsprechendes Kleingeld vorausgesetzt - auf dem Fossilienmarkt. Hin und wieder finden die Archäologen auch Wertgegenstände, wie zum Beispiel Goldklumpen. Diese lassen sich dann, wie auch die Fossilfunde, verkaufen. So werden weitere Mittel frei, die der Spieler natürlich gerne ins Wohlbefinden der Gäste investiert oder zum Kontenausgleich einsetzt.

Ich liebe es
Gradmesser der Entwicklung des Parks ist nicht nur der Kontostand, sondern sind auch die Eindrücke, die die Besucher von unserer tierischen Einrichtung haben. So dürfen Fast-Food-Restaurants ebenso wenig fehlen, wie genügend Aussichtsplattformen und "Gucklöcher" durch den Hochsicherheitszaun. Auch besteht gehöriger Bedarf an Dingen wie Souvenirläden und selbstverständlich auch Toiletten sowie Ruheplätze. Am Eingang sollte man für die Besucher Regenschirme bereithalten - wie es sich für eine richtige Tropeninsel gehört, herrscht auf "Jurassic Island" nicht nur eitel Sonnenschein.
Für zahlreiche Gebäude müssen Angebot und Preis festgelegt werden. Hier gelten die Gesetze der Marktwirtschaft: Man sollte das Portemonnaie der Leute nicht überfordern, da der Laden sonst leer bleibt. Jede Errungenschaft des Parks kostet. Daher sollte man die Einnahmeentwicklung und die nicht all zu umfangreichen Quartalsberichte im Auge behalten. Aber Vorsicht: "Jurassic Park - Operation Genesis" erfordert zwar unternehmerisches Geschickt, ist aber mitnichten eine knallharte Wirtschaftssimulation. Auch mathematische Nullen und betriebswirtschaftlich unerfahrene Gamer kommen mit dem Spiel klar und auf ihre Kosten.

Mehr Erfolg mit "Zero Tolerance"
Der kritische Gast im Jurassic Park achtet auch auf Sauberkeit und Ordnung. So sollte neben Reinigungsstation und Papierkörben auch genügend Reinigungspersonal vorhanden sein. Dieses kann nach Belieben und Etat eingestellt und gefeuert werden. Sparsamkeit an diesem Punkt ist aber ein Eigentor: Rasch wird man von der Parkleitung darauf aufmerksam gemacht, dass die Gäste "in Scharen" das Weite suchen.
Um das Sicherheitsgefühl zu verbessern, sollte der Schutz der Gäste vor den Dinos lückenlos sein. Kommt ein Gast infolge eines Dino-Angriffs um, bleiben die Besucher fern. Zunächst tun es einfache Sicherheitszäune. Auf denen darf man sich aber keinesfalls ausruhen, ein Tyrannosaurus walzt sie nieder wie Streichhölzer.
Über all diese Aspekte kann man sich ständig informieren. Nicht nur jeder einzelne Besucher gibt eine Kurzeinschätzung über den Park ab. Das Spiel unterteilt darüber hinaus alle Besucher in vier Gruppen - den Action-Typ, den Normalo, den Dino-Fan und den Spaßvogel - und gibt für jede dieser Anspruchsprofile ein Fazit ab. So kann es ein, dass man zwar von den Dino-Fans mit dem Satz geadelt wird, dass unser Park ein "echter Jurassic-Park" sei, die Normalos aber von den Menschenmassen genervt sind, die sich momentan auf der Insel aufhalten.

 Autor:
André Stephan
Testbericht
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