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Kung Fu Chaos

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Die Charaktere
Im Spiel gibt es insgesamt 9 Charaktere. Allesamt haben sie verschiedene Eigenschaften und Special-Attacken. So gibt es u.a. den großen eher schmächtigen Meister oder etwa die farbige Kämpferin, die immer ihre Schrotflinte im Anschlag hat. Der größte Unterschied zwischen den einzelnen Kämpfern besteht in der tödlichsten Attacke. Die einen senden einen tödlichen Schrei aus, der alle sich in der Nähe befindlichen gegnersichen Kämpfer ausschaltet, wogegen die anderen drei Feuerbälle auf die tödliche Reise schicken, welche dann aber auch mit garantierter Sicherheit ihr Ziel treffen. Allgemein unterscheiden sich die Kämpfer aber meist nur durch ihr Aussehen. Das Kampverhalten ist aber meistens dennoch dasselbe.
 
Licht, Kamera, ACTION!
Die Level bzw. Filme unterscheiden sich extrem. So gilt es einmal in einer Gaststätte in Japan für Recht und Ordnung zu sorgen, ein anderes Mal muss man auf einem Fluss seine Ehre verteidigen. Der Witz und Reiz an allen Levels besteht an der unglaublich großen Interaktivität. In einem Dschungellevel wird man beispielsweise von einem riesigen Dinosaurier gejagt - Ähnlichkeiten zum Hollywood-Streifen "Jurrasic Park" sind dabei sicher nicht nur zufällig. Während dieser Dinosaurier also stetig darauf aus ist den Spieler zu fressen (was er aber nie schaffen wird, da es nur eine billige Holz- Attrappe ist), nimmt er z.B. einmal das Floß auf dem sich der Spieler gerade im Kampf befindet in sein Mail und schleppt es einige Zeit mit sich. Natürlich wackelt jetzt alles sehr, was einen sehr schönen Effekt erzeugt. Ein anderes Mal spielt sich das Kampfgeschehen dann etwa auf der Titanic ab - inklusive dem Schiffsbruch.  Action steht hier also ganz klar im Vordergrund.
Grafisch ist das Spiel ebenfalls ziemlich gut gelungen. Mit einer auffällig konstant bleibenden Framerate glänzt das Spiel ebenso, wie mit einem richtig schönen Look, der extra alles ein wenig verschwimmen lässt. Dieser Effekt, welcher den Kino-Look besonders betont, ist sehr gut integriert und wirkt sehr authentisch. Auch die Charaktere sind gut animiert und gerade die speziellen Attacken unser angehenden Stars und Sternchen sind eine wahre Augenweide. Das Spiel mit Schärfe und Unschärfe wurde hierbei teilweise erstaunlich gekonnt umgesetzt. Ebenfalls als gelungen kann man die atmosphärischen Lichteffekte sowie einige nette Nebel- und Raucheffekte bezeichnen.
 
Final Cut
Das Entwickler-Team hat sich als Bonbon noch eine ziemlich innovative Idee einfallen lassen: Am Ende eines jeden Kampfes kann man sich den "Final Cut" oder den endgültigen Schnitt ansehen: Dies ist dann quasi der Film wie er im "Kino" präsentiert wird. Mit diesem endgültigen Schnitt lassen sich dann noch einige Dinge verändern wie beispielsweise die Musik. Hier kann glücklicherweise auch der große Vorteil der eingebauten Festplatte voll ausgenutzt werden, denn es besteht die Möglichkeit in seinen Film die eigene Musik einzubinden.
Sound
Einen Kritikpunkt des Spiels bildet der Sound. Einerseits lassen einen die zahlreichen Sprachsamples manchmal grinsen, andererseits wiederholen sich diese zu oft und gehen einem nach einer gewissen Spielzeit nur noch auf die Nerven. Ansonsten ist der übrige Sound aber durchaus solide. Die Hintergrundmusik, die gelegentlich an die musikalische Untermalung in einem China-Restaurant erinnert, passt gut zur Atmosphäre. Auch die lustigen Kommentare des Regisseurs sind gut gelungen.

 Autor:
Dominik Grötz
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