Xbox » Tests » L » Legacy of Kain: Defiance

Legacy of Kain: Defiance

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Die TK-Fähigkeiten des Raziel reichen gerade mal aus, um Gegner von sich weg zu stoßen. Dafür kann unser Untoter mit Hilfe seinen Überbleibseln an Flügeln größere Abgründe überwinden. Anders als Kain macht ihm Wasser nichts aus. Im Gegenteil. So müsst ihr ab und zu auch mal kurze Strecken tauchen um an Gegenstände zu gelangen. Damit Raziel bei Kräften bleibt, verschlingt er regelmäßig Seelen. Ab und an steht auch er vor Gittern oder Tore, die sich nicht öffnen lassen. Das ist allerdings meist kein wirkliches Hindernis, er muss sich einfach in die Spektralwelt versetzen. Dort kann sich Raziel entmaterialisieren und so einfach Gitter und ähnliches durchdringen.
 
Eine Person, zwei Welten
Nur um durch irgendwelche Gitter zu gehen wäre das ständige Wechseln in die Spektralwelt wohl etwas übertrieben. Nein, auch um Rätsel zu lösen muss man sich in die andere Welt begeben. Ein kleines Beispiel gefällig? Ihr steht vor einer verschlossenen Tür. Nach minutenlangem Absuchen der Gegend fällt euch weiter oben ein buntes Fenster auf. Leider ist die nächste Plattform zu hoch. Plötzlich schwenkt die Kamera um! Zwei riesige und vor kurzem noch erstarte Statuen erwachen zum Leben. Klar, dass sie euch nicht helfen wollen. Nach kurzem Kampf fällt die erste der zwei Statuen zu Boden. Wieder einmal schwenkt die Kamera um, diesmal zu dem bunten Fenster, dessen Glas unter dem Geschrei der Statue zerbricht. Übrig bleiben nur die Gitterrahmen. Was soll das bedeuten? Um dieser Frage nach zu gehen bleibt allerdings erstmal keine Zeit, immerhin will eine zweite Statue zu Fall gebracht zu werden. Und auch diese lässt in ihrem Untergang einen lauten Schrei von sich. Erneut schwenkt die Kamera, diesmal sehen wir, wie ein Stück der Plattform zerbricht. Durch die Steinbrocken am Boden erreichen wir die vorher unzugängliche Plattform und stehen vor dem kaputten Fenster. Wir versuchen die Überbleibsel mit unserem Reaver nun ganz zu zertrümmern, was uns aber nicht gelingt. Dann der Geistesblitz! Natürlich, wir müssen in die Spektralwelt, um dann in unserer entmaterialisierten Form, einfach durch das zerbrochene Fenster zu gehen. Rätsel dieser Art sind in  Legacy of Kain an der Tagesordnung. Obwohl sie teils knifflig sind, kommt es nie dazu, an einem zu verzweifeln.
 
Film oder Spiel ?
Neben Denkaufgaben und Gehüpfe, kommt die Action nicht zu kurz. Da verteilt ihr mit Hilfe eures Schwertes einfache Schläge, oder setzt zu verschiedenen Schlagkombinationen an. So schleudert ihr zunächst mit einem Aufwärtsschlag euren Gegner in die Luft und springt hinter her. In der Luft verpasst ihr ihm eine Reihe an Attacken und wuchtet ihn wieder zu Boden. Mit der Zeit lernen Kain und Raziel neue Schläge und Kombinationen. Anders als bei den Vorgängern ist die außerdem Kameraführung. Sah man früher noch über die Schulter der Figur, versucht die Kamera, in bester Devil May Cry-Manier, sich den bestmöglichen Winkel zu suchen. Das klappt auch meistens, aber eben nur meistens. Des Öfteren führen Kameraschwenks zur Unübersichtlichkeit bei Kämpfen und Hüpfpassagen, was zum schnellen Aus führen kann.
 Autor:
Carlos Mancebo
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-