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Mech Assault

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Realismus, nein danke
Die meisten Mech-Spiele sind Simulationen, jedoch ist Mech Assault ein reines Action- Game. Dies sollte man jedoch nicht als einen Kritikpunkt ansehen, jedoch sind die meisten Mechwarrior-Fans wohl enttäuscht von diesem "Spielstyle". Sobald ein Mech besiegt wurde, explodiert er und geht in Rauch auf (hinterlässt dabei meist Specials wie Waffen oder Heal-Paks), jedoch explodieren Mechs in der Regel nicht. Die meisten Mechs verlieren ihr "Leben" dadurch, dass sie ein Bein verlieren. Eine Detonation entsteht nur bei einer Explosion des Reaktors, der bei den meisten Mechs recht gut geschützt ist. Dazu kommt noch, dass alle Mechs zu schnell sind. Der Vorteil der kleinen wendigen Mechs tangiert Richtung Null, da sich selbst der dicke Ymir innerhalb von Sekunden drehen und wenden kann. Der Dritte und letzte Punkt betrifft das automatische Zielsystem, was einfach nur lächerlich für ein Online Spiel ist. Ein ausweichen von PPC, Lenkraketen oder auch nur einfachen Lasern ist meistens nicht drin. Man könnte fast schon annehmen, dass Mech Assault mit eingebautem Aim-Bot daher kommt.

104 Tasten Mechs
Ein "echter" Mech hat in der Regel weit über 100 Tasten, Knöpfe und Regler. Logischerweise musste die Steuerung für den Xbox- Controller sehr beschnitten werden, jedoch ist hier Day 1 über das Ziel hinaus geschossen. Insgesamt werden im Spiel nur zwei Knöpfe benutzt. Diese wären einmal der L-Trigger für das Durchschalten der Waffen (wovon jeder Mech in der Regel drei mit sich trägt) und der R-Trigger zum Abfeuern der jeweiligen Waffe. Wie bei den meisten Shootern wird mit dem linken Analogstick der Mech nach vorne und hinten bewegt bzw. nach links und rechts. Mit dem rechten Stick darf der Torso gedreht und geschwenkt werden. Auch die Trigger auf den Sticks haben eine Bedeutung in Mech Assault. Mit einem sanften Druck auf den linken Stick wird die Jetpack-Düse aktiviert (soweit vorhanden) und mit dem rechten Stick kann das Defensiv-System angeworfen werden.

Lord of Destruction
Die Screenshots lassen die Grafikpracht von Mech Assault nur erahnen. Das Spiel kommt nicht mit hoch aufgelösten Texturen, 1543x FSAA oder übermäßigen Bump Mapping Gebrauch daher, das braucht es aber auch gar nicht. Die Engine erlaubt eine Interaktion mit der Umgebung, die ihres gleichen sucht. Alles was man sehen kann, darf man in Schutt und Asche legen. Von Steinen über Brücken bis hin zu ganzen Städten kann man zerstören und sich dadurch taktische Vorteile gegenüber anderen Mechs ergattern. Auch beim Thema Spezial-Effekte zeigt die Engine ihre Muskeln: Neben bombastischen Feuerwerken der Waffen können auch die Wettereinflüsse begeistern. Soundtechnisch gibt es mit Dolby Digital 5.1 auch nicht viel bei Mech Assault zu meckern. Die Hintergrundmusik geht lückenlos in die Umgebung über und lässt einen in die Welt der Mechs perfekt eintauchen.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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