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Medal of Honor: Rising Sun

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Geschichtsunterricht
Wirklich positiv hervorzuheben sind allerdings die Bonusmaterialien, die der Entwickler auf die Disc hat pressen lassen. Geschichtliches Hintergrundwissen zur authentischen Mission ist genauso zu sehen, wie nach erfolgreichem Beenden eines Levels ein Kommentar eines Kriegsveteranen sowie animierte Storyboards freigeschaltet werden. Während einem im Interview noch Untertitel zur Verfügung stehen, bleibt es interessant zu wissen, weshalb die historischen Filme weder auf deutsch synchronisiert wurden, noch hilfreiche Untertitel den deutschen Spieler unterstützen.

Matsch und THX
Grafisch ist Rising Sun kaum höher einzuschätzen, als der ohnehin optisch schon nicht starke Vorgänger. Einige Szenarien sind wirklich nett anzusehen, wenn zum Beispiel das Mondlicht auf den gemütlichen Hafen einer Mission hinunterglitzert. Allerdings begegnen einem im Laufe des Spiels viel zu oft schreckliche Texturen. Sei es nun der braune Pixelmatsch, der den Dschungelboden darstellen soll, oder aber die komplett zweifarbige Innenausstattung eines alten Hauses. Framerate, Explosionen und Nebeleffekte gehen in Ordnung, in die Animationen der Charaktere hätte man allerdings auch noch etwas Zeit und Arbeit investieren können.
Der Sound ist von gewohnt hervorragender MoH-Qualität. Orchestrale Musikstücke und eine gute deutsche Sprachausgabe gefallen. Wer auf leicht asiatischere Klänge steht, wird ohnehin Gefallen an der Musik finden.

Koop-Schlachten
Vorbildlicher als bei Frontline ist dieses Mal der Multiplayer-Modus ausgefallen, zumindest wenn man sich ansieht, was auf dem Papier steht. Ein Multiplayer für bis zu vier Spieler mit eigens für den Modus designten Maps sowie ein - Überraschung - Koop-Modus für zwei Spieler. Letzterer ist auch auf den ersten Blick noch sehr nett. Anstatt nämlich die normale Singleplayer Kampagne zu spielen, treffen die zwei Spieler im Koop auf etwas andere Ereignisse. So müssen die Soldaten in mehreren Situationen zusammenarbeiten, um voranzukommen. Beim Angriff auf Pearl Harbor kann beispielsweise ein Feuer nur gelöscht werden, wenn man sich mit zwei Feuerlöscher zugleich auf selbiges stürzt. Leider treten sehr extreme Bugs im Koop auf, die den eigentlich netten Modus unnötig herunterziehen. So fehlen schon mal komplette Texturen, in denen dann Granaten verschwinden, oder einer der Charaktere bleibt durch schwere Clippingfehler verursacht in einem Objekt hängen. So etwas dürfte eigentlich nicht passieren.
Im Splitscreen für bis zu vier Spieler können normales Deathmatch und Team-Deathmatch ausgewählt werden. Die zur Verfügung stehenden Karten sind auch gar nicht schlecht, eine gute Spielatmosphäre will aber irgendwie nicht aufkommen. Auch wurden hier deutliche Abstriche an der Grafik gemacht, die nun mit sehr starkem Kantenflimmern daherkommt. Für Multiplayer-Freunde ist Medal of Honor also auch dieses Mal nicht erste Wahl.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
7.0