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NBA Inside Drive 2003

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BigBalls
Das Spielprinzip von Basketball sollte jedem klar sein, der Ball muss in den gegnerischen Korb und gleiches muss man bei seinem eigenen Korb verhindern. Die Steuerung geht recht locker von der Hand und braucht fast keine Eingewöhnungszeit, jedoch paddelt man das ein oder andere Mal mit seinen Flossen auf die falschen Tasten. Das einzige Manko an der Steuerung ist die punktgenaue Manövrierung der Charaktere, denn diese dribbeln leider oft den Ball in das Aus. Damit ist ein Umdrehen am Spielrand immer eine Glückssache, ob der Spieler es nun erfolgreich schafft oder der Ball einfach über die Linie gedribbelt wird.. Die Spielgeschwindigkeit ist ebenfalls recht angenehm und lässt sich auch leicht durch ein wenig strategisches Geschick beeinflussen, denn ein blitzartiges Beschleunigen vom Spiel kann einem den ein oder anderen Vorteil erschaffen. Bei der Verteidigung zeigt sich das Spiel leider schnell recht monoton, denn es beschränkt sich auf Blocken und Springen. Wenn man trotzdem probiert, einem Angreifer den Ball aus der Hand zu schlagen, resultiert dies meist in einem Foul und der Gegner kriegt ein paar Freiwürfe spendiert. Im Angriff ist es zwar nicht ganz so nervig, jedoch trüben auch hier einige Sachen den Spielspaß. Es fängt an bei den immer gleichen Animationen bei den Dunkings, die man nach spätestens einem Spiel alle kennt, und endet bei den doch etwas zu leichten 3er Würfen. Wem das Spiel am Anfang zu schwer ist, kann auch einige Hilfen aktivieren. So könnt ihr euch zum Beispiel vom Spiel beim Werfen helfen lassen, dann wirft der Spieler automatisch, wenn er den besten Abwurfpunkt erreicht hat.

Dumm wie Brot
Die künstliche Intelligenz kann leider nur zum Kopfschüttel anregen, denn hier hat Microsoft etwas grundsätzlich falsch verstanden. Denn ein leichter Schwierigkeitsgrad heißt nicht automatisch, dass man die AI auf den IQ von Toastbrot senkt. Es ist auf den meisten Schwierigkeitsgraden ohne Probleme möglich dem Computer in der gegnerischen Zone den Ball aus der Hand zu schlagen und so ist es selbst für absolute Anfänger möglich, die Spiele mit 70-0 oder höher zu gewinnen. Bei einer Erhöhung vom Schwierigkeitsgrad macht sich dann aber leider genau das Gegenteil bemerkbar, der Computer wird unfehlbar. Ein hoher Schwierigkeitsgrad ist zwar eine Herausforderung, jedoch schwenkt es schnell zu Frustmomenten über, wenn das Spiel unfair wird. Dagegen kann die KI der eigenen Spieler zumindest ein wenig überzeugen, auch wenn sich diese oft von gegnerischen Spieler zublocken lassen. Damit man dieses aber umgehen kann, bietet das Spiel die Möglichkeit, den Passempfänger per Hand zu bestimmen, ähnlich dem System in Footballspielen. Die Spieler erhalten einen bestimmten Knopf zugewiesen, der über ihren Köpfen angezeigt wird. Mit einem einfachen Knopfdruck wirft der ballhabende Spieler dann zielstrebig den Ball zum Empfänger. Eine sehr nette Innovation in diesem Genre. Glücklich kann sich derjenige schätzen, der ein paar Freunde für dieses Spiel begeistern kann, denn mit bis zu drei Freunden kann man NBA Inside Drive genießen und sich den Ärger mit der KI sparen.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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